Zollernalbkreis

Kreis hat drei Vertreter in Regierungen

von Schwarzwälder Bote

Zollernalbkreis - Thomas Bareiß, der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises 295 Zollernalb-Sigmaringen, wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel als parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie vorgeschlagen. In Sachen Energie ist Bareiß bereits seit 2014 unterwegs: Er war Beauftragter für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

"Gemeinsam mit Bundesminister Peter Altmaier darf ich eine spannende und wichtige Aufgabe für unser Land übernehmen", sagt der 43-jährige christdemokratische Politiker. "Ich freue mich sehr die Wirtschaftspolitik für Deutschland mitzugestalten." Über das Vertrauen der Bundeskanzlerin habe er sich sehr gefreut, und die Herausforderung nehme er gerne an. "Weiterhin werde ich mich natürlich mit voller Kraft und Energie für meinen Wahlkreis einsetzen", versichert er.

Bareiß, gebürtiger Albstädter und Wahl-Balinger, ist studierter Betriebswirt und vertritt den Wahlkreis seit 2005 als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag. In der Flüchtlingskrise warnte er vor einer Überbelastung der Gesellschaft. Er glaubt nach eigenen Worten, dass das schlechte Image der Politiker durch gute und ehrliche Arbeit verbessert werden kann.

Mit der baden-württembergischen Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und der CDU-Bundestagsabgeordneten Annette Widmann-Mauz, die Staatsministerin für Integration im Kanzleramt wird, hat der Zollernalbkreis jetzt drei Vertreter in der Bundes- beziehungsweise Landesregierung.

Was für die Südwest-CDU ein Zugewinn ist, sehen andere als Nachteil für die Region: Er gönne Thomas Bareiß den Karrieresprung, schreibt der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute. Aber er befürchte, dass Bareiß seinen Wahlkreis künftig nur noch "in Teilzeit" vertreten werde, denn: "Staatssekretäre des Bundes wie auch Landesminister sind ausdrücklich der Neutralität verpflichtet und dürfen den eigenen Wahlkreis nicht bevorzugt behandeln."