Zollernalbkreis

Aktion Leuchttürme: Jede Stimme zählt

von Detlef Hauser

Zollernalbkreis - Jetzt liegt es an den Bewohnern des Zollernalbkreises, ihre Stimmen sind gefragt. Und zwar beim Wettbewerb "Leuchttürme der Bürgerbeteiligung".

Aus Anlass seines 60-jährigen Bestehens hat das Land Baden-Württemberg mit dem "Staatsanzeiger", dem Medien- und Kommunikationsdienstleiter, den Wettbewerb "Leuchttürme der Bürgerbeteiligung" ausgeschrieben. Hierbei sollen besonders gut gelungene und erfolgreiche Beispiele veröffentlicht und prämiiert werden.

Von 132 Projekten, die sich beworben haben, sind auch fünf aus dem Zollernalbkreis, an denen sich verschiedene Partner – von der Kommune über Schulen, Kindergärten, Vereine, Verbände und Landwirtschaft bis hin zu Privatpersonen – beteiligten.

Seit vergangener Woche kann jeder nun unter www.staatsanzeiger.de/leuchttuerme per Klick seine Stimmen abgeben und die Favoriten küren. Ausgelobt sind vom Land Baden-Württemberg fünf Preise im Gesamtwert von 20.000 Euro. Die Abstimmung läuft noch bis 10. September.

Der Zollernalbkreis ist mit dem Projekt "Unser Zollernalbkreis blüht auf" vertreten. Seit 2009 engagiert sich Kreisökologe Werner Ludwig dafür, dass im Kreis Blumen und Wildkräuter wachsen dürfen. Dazu wurde unter anderem mit dem Kreis-Umweltamt das Netzwerk "Blühendes Rosenfeld mit vier Obst- und Gartenbauvereinen, zwei Imkerverbänden, Schulen, Stadtverwaltung, mit einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb sowie Landwirten aufgebaut.

Rosenfeld selbst bewirbt sich mit dem Projekt "Isinger Hof", bei dem es von 2009 bis 2012 um die Umgestaltung der Isinger Ortsmitte ging – unter der aktiven Beteiligung der Bürger bis zur Umsetzung. Investiert wurden 500.000 Euro.

Schömberg  hat sich mit der Bürgerbeteiligung zur Überplanung des Kino-Areals beworben. 47 Bürgervorschläge waren eingegangen, der Entwurf von Horst Kraft eines "Jungen Wohnens" samt Gründerzentrum und Eiscafé ist von einer Jury mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden.

Viele machen mit beim Ziel Klimastadt

Geislingen  will Klimastadt werden. Den Weg dorthin hat die Stadt mit der Schulung der Gemeinderäte und einer anschließenden Beteiligung begonnen. Seit 2010 ist man dabei, Zielvereinbarungen auszuarbeiten und umzusetzen. Auch für dieses Vorhaben kann gestimmt werden.

Balingen geht mit einem Bienenlehrpfad ins Rennen. Er ist in der Zeit von 2010 bis 2012 auf einer Schlackenhalde entstanden, wobei an der Realisierung Imker- sowie Obst- und Gartenbauvereine beteiligt waren, neben der Stadt Balingen. 540.000 Euro wurden in die Hände genommen.

Weitere Informationen: www.staatsanzeiger.de