Zimmern

Elf Personen müssen gerettet werden

von Schwarzwälder Bote

An das Flözlinger Rathaus wurde die Zimmerner Gesamtwehr am Samstagnachmittag, 18. Mai, zur Hauptübung alarmiert.

Zimmern o. R. Ausgegangen wurde von einem Brand im Treppenhaus, welcher den darin befindlichen Personen, die von der Jugendfeuerwehr gestellt wurden, den Fluchtweg ins Freie abgeschnitten hat.

Ersteintreffendes Fahrzeug war die Abteilung Flözlingen mit dem Einsatzleitwagen und einem Löschfahrzeug. Die Lage wurde erkundet, und sofort wurden zwei Trupps mit Atemschutzgeräten zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ausgerüstet und in das brennende Gebäude geschickt. Die Abteilung Horgen richtete eine Riegelstellung ein, und leitete parallel die Menschenrettung über die Steckleiter an der rechten Gebäudeseite ein.

Die Abteilung Zimmern, mit dem längsten Anfahrtsweg von allen vier Abteilungen, brachte ein weiteres Löschfahrzeug sowie die Drehleiter in Stellung, um die Menschenrettung von der Gebäudevorderseite und von der linken Seite mittels Schiebeleiter einleiten zu können. Des Weiteren stellte die Abteilung noch weitere Atemschutzgeräteträger als Sicherung für die im Gebäude befindlichen Kameraden zur Verfügung. Aufgrund der Lage des Flözlinger Rathauses, wurden für die Wasserversorgung zwei Leitungen von der Eschach zum Übungsobjekt gelegt. Dies war Aufgabe der Abteilung Stetten, gemeinsam mit einem weiteren Löschfahrzeug der Abteilung Zimmern.

Aufgrund des enorm aufwendigen Einsatzes wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte aufgeteilt: Der erste Abschnitt war zur Wasserversorgung, der zweite Abschnitt zur Brandbekämpfung und Menschenrettung gedacht. Nach kurzer Zeit konnten alle elf Jugendfeuerwehrmitglieder als gerettet gemeldet werden, und das Feuer wurde gelöscht.

Grund für die Übung waren die zuvor erstellten Einsatzpläne "Asyl" für die Asylunterkünfte. In diesen Plänen ist fest vorgegeben, wo welches Fahrzeug wie eingesetzt wird, um eine Grundstruktur zu schaffen.

Kommandant Volker Schwab zeigte sich bei der Manöverkritik in der Halle sehr zufrieden und resümierte, dass die Pläne nicht umsonst erstellt wurden. Er lobte einen reibungslosen Ablauf und die sehr gute Zusammenarbeit aller vier Abteilungen.

Im Anschluss an die Manöverkritik gab es dann das obligatorische gemeinsame Abendessen der Wehren.