Wolfach

Sonne verbirgt ihre Strahlkraft

von Franz Schmalz

Der letzte Monat des Jahres 2017 ist nur durch die Lichterpracht der Advents- und Weihnachtszeit etwas heller geworden. Die Sonne, die eigentliche Lichtspenderin, verbarg ihre Strahlkraft zu oft hinter dichten Wolken.

Wolfach . Diese Wolken hatten zudem ordentlich Niederschlag im Gepäck, sodass der Dezember auch zu nass wurde. Die kurzen Kältevorstöße mit Schneefällen konnten am Ende den Wärmeüberschuss des Monats nur etwas reduzieren, zu massiv waren die Wärmeschübe gerade über Weihnachten und am Jahresende.

Der Dezember begann eigentlich wie von vielen zum ersten Advent erwünscht mit kaltem Winterwetter und einer leichten Schneedecke. Nach einigen winterlichen Tagen wurde es auf den Nikolaustag wieder merklich milder und die Schneedecke löste sich auf. Auf den sonnigen 7. folgte schon am Abend Regen, am nächsten Tag sogar wieder Schneefall.

Doch dieses Intermezzo war nur von kurzer Dauer: Zum zweiten Advent am 10. war es mit der weißen Pracht schon wieder vorbei, die Temperaturen und der Regen sorgten für Tauwetter. Bis über die Monatsmitte blieb es mild und meist regnerisch. Wieder etwas winterlicher, aber von der ungemütlich nasskalten Seite gestaltete sich das dritte Adventswochenende. Doch der Winter konnte sich nicht wirklich festsetzen und in Richtung Weihnachten stiegen die Temperaturen stetig um ein bis zwei Grad an, um am zweiten Weihnachtsfeiertag die Zehn-Grad-Marke zu erreichen.

Ein nochmaliger Wintervorstoß am 28. mit Schneefall war schnell zum Scheitern verurteilt, zum Jahresende wurde es frühlingshaft mild mit Temperaturen bis 14 Grad, örtlich fielen an Silvester alte Tagesrekorde.

Die winterlichen Phasen im Dezember waren von kurzer Dauer und im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt auch nur leicht zu kalt. Allein vom 1. bis 5. Dezember blieben die Temperaturen etwas länger zu niedrig.

Deutlich intensiver waren die Wärmewellen zu spüren: Meistens lagen die Tagesmittelwerte um bis zu vier Grad über dem Durchschnitt – an Silvester sogar um acht Grad. Der Dezember wurde damit wieder einmal zu mild. Das zeigte sich auch an der unterdurchschnittlichen Anzahl von Frosttagen und Eistagen, die nicht vorkamen. Am letzten Tag des Jahres wurde in Wolfach die Höchsttemperatur von 14 Grad gemessen.

Der Dezember war wie die anderen Monate der zweiten Jahreshälfte zu niederschlagsreich, wenn auch der Überschuss mit 13 Litern pro Quadratmeter oder elf Prozent moderat ausfiel. An neun von 22 Tagen fiel der Niederschlag als Schnee, Graupel oder Schneeregen und eine geschlossene Schneedecke wurde an zehn Tagen beobachtet. Wie schon im November zeigte sich die Sonne im Dezember an vielen Tagen überhaupt nicht, die häufig dichte Bewölkung ließ nur 28,1 Sonnenstunden zu. Insgesamt 17 Tage blieben sonnenlos, was bei einer Anzahl von 22 trüben Tagen auch nicht verwunderte. Erst im Jahr zuvor wurde dagegen mit 107 Sonnenstunden ein neuer Dezemberrekord aufgestellt.

Immer wieder sorgten atlantische Sturm- und Orkantiefs im Laufe des Monats auch im Südwesten für ordentliche Windbewegung. Vor allem Zubin schreckte am Morgen des 14. Dezembers die Schlafenden mit starken Windböen und von zahlreichen Blitzen und starken Graupelschauern begleitet auf. Der Windmesser der Station verzeichnete an zehn Tagen mindestens Windstärke sechs.

 Monatsmittel: +2,7 Grad

  Abweichung: +1,3 Grad

 Maximum: +14,0 Grad am 31. Dezember

  Minimum: -1,8 Grad am 29. Dezember

  Frosttage: 12 (-5 Tage)

  Eistage: 0 (-5 Tage)

  Niederschlagssumme: 131,7 Liter/qm (111 %)

  Niederschlagstage: 22 (+7 Tage)

  Tage mit Schneefall oder Schneeregen: 9 (+4 Tage)

  Tage mit Schneedecke: 10 (+4 Tage)