Wolfach

Schwank, Tanz und Wettsägen

von Klaus Bea

Wolfach . Recht vielversprechend ist der erste Brauchtumsabend der diesjährigen Saison gewesen. Ein interessiertes Publikum wurde zwei Stunden lang bestens am Donnerstag auf dem Marktplatz vor dem Rathaus unterhalten.

Die Trachtengruppe des Historischen Vereins Hornberg gestaltete den Abend in Zusammenarbeit mit dem Trachtenverein aus Lauterbach. Es war ihr erster Auftritt in Wolfach. Peter Reeb führte durch das Programm.

Nach dem Einmarsch der beiden Trachtengruppen und der Begrüßung besang Alexander Gotthans mit seinem Leierkasten die Moritat des Hornberger Schießens. Fritz Wöhrle-Metz brillierte danach als Uhrenträger alter Zeiten. Er erzählte von Pflichten des historischen Berufs. Später berichtete er auch noch über die Aufgaben eines Glasträgers und erinnerte in Reimform an das Wolfacher Traditionsgewerbe, das durch die heutige Dorotheenhütte zementiert wird.

Selbstbewusst zeigte der achtjährige Julian Schreiner sein fingerfertiges Können mit dem Glockenspiel "Oh, wenn de Senn", das mit Beifall belohnt wurde. Humorvoll berichtete er auch in Reimform über eine Gerichtsverhandlung. Die Trachtentänze der "Schwarzwaldmädel" und "Lüneburger Windmüller" folgten darauf und Gabi Billharz begleitete die Darbietungen mit dem Akkordeon.

Peter Reeb stellte zunächst die Hornberger Tracht mit dem Wollenhut sowie das traditionelle Kleidungsstück aus dem Gutachtal vor, dann präsentierte Bettina Wußler ihre Lauterbacher Tracht.

Die Gäste wurden außerdem in eine Wettsägeaktion einbezogen. Dabei musste eine 250 Gramm schwere Scheibe gesägt werden – der Sieger erreichte 238 Gramm. Besonders humorvoll ging es beim Einakter-Schwank über eine "schwierige Scheidung zweier Hitzköpfe" zu. Die Schauspieler waren hierbei Wöhrle-Metz, die resolute Evi Laumann, Wolfgang Blum sowie Klaus Raith. Die Sternpolka bildete den Abschluss, ehe der Wolfacher Nachtwächter Ralf Ketterer mit seinem Stundengesang begann.