Wolfach

Pausenhalle ist ein Sorgenkind

von Schwarzwälder Bote

Wolfach-Halbmeil (kty). Vertreter von vier Halbmeiler Vereinen sind der Einladung der Freien Wähler Wolfach gefolgt. Die Gemeinderatskandidaten wollten nach einer kurzen Vorstellungsrunde wissen, wo in Sachen Vereinsarbeit und -leben der Schuh drückt. Mit dabei waren Vertreter der Feuerwehr, TuS, Kleintierzüchter und der Trachtenkapelle Kinzigtal.

Vor allem die Kandidaten, die sich zum ersten Mal um ein Amt im Gremium bewerben, könnten von diesem offenen Format viel mitnehmen, erklärte Fraktionssprecher Helmut Schneider. Und in der Diskussion wurde schnell klar: Vor allem die Pausenhalle der ehemaligen Grundschule liegt den Halbmeilern am Herzen. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungsorten im Wolfach sei diese auf keinem guten Stand, unter anderem fehle es beispielsweise an Kühlmöglichkeiten. "Wir brauchen keinen Luxus, aber die Grundausstattung", waren sich alle einig. Und: "Wenn sich die Vereine nicht so engagieren würden, wäre sie in noch schlechterem Zustand." Der neue Gemeinderat müsste für das Gebäude ein Konzept erarbeiten, nahmen die Kandidaten mit – auch, wenn die Stadt mit der Schulentwicklung in den kommenden Jahren viel zu tun habe. "Damit wir wissen, wo es hingehen soll und entsprechend handeln können", erklärte Schneider. Ein Ziel sei es, einen "Bürgerpool" in den Haushalt einzustellen, also einen Posten, der bürgerschaftliches Engagement unterstützen soll.

Außerdem monierten die Vereinsvertreter, dass Anträge oder Anfragen an die Stadt zu lange unbeantwortet bleiben würden. "Klar, nicht alles kann gleich umgesetzt werden, aber zumindest eine Antwort wäre schön", wünschten sich die Halbmeiler.

Auch in Sachen Familienfreundlichkeit sprachen die Vereinsvertreter einige Punkte an. Zum einen seien besonders am Morgen die Schulbusse und Züge voll, zum anderen sei die Barrierefreiheit am Bahnhalt nicht optimal. Die Halbmeiler erkundigten sich außerdem zu der Ferienfreizeit auf dem Biesle. "Der momentane Sachstand ist, dass kein Personal zu finden ist", antwortete Hubert Kessler. Die Anwesenden schätzten, dass auch mit Anhebung des Elternbeitrags die Freizeit weiter gut besucht sein würde. "Viele Eltern haben keine Wahl", waren sich alle einig. Es sei wichtig, das beliebte Format zu erhalten. "Für viele Eltern und Kinder ist das wirklich wertvoll. Das muss es der Stadt wert sein."