Wolfach

Blasmusik begeistert unterm Zeltdach

von Evelyn Jehle

Das große Sommerfest der Trachtenkapelle Kinzigtal (TKK) lockt jedes Jahr Scharen von Blasmusikfreunden nach Halbmeil. Vier Tage ist bei schönstem Spätsommerwetter gefeiert worden.

Wolfach-Halbmeil. Zum Höhepunkt des Festwochenendes am Samstag begeisterten "Michael Maier und seine Blasmusikfreunde" im vollen Zelt. Die Kapelle gastierte zum ersten Mal beim Sommerfest der TKK und überzeugte auf Anhieb mit einem abwechslungsreichen Repertoire böhmisch-mährischer sowie moderner Blasmusik.

Viele der schwungvollen Stücke entstammten der Feder des musikalischen Leiters Michael Maier und des "Haus- und Hofkomponisten" Timo Dellweg, der auch schon Titel für den Grand Prix der Blasmusik komponierte. Das hochkarätige Ensemble besteht aus Vollblutmusikern aus der gesamten süddeutschen Region und der Schweiz. Maier beispielsweise wirkt auch bei "Michael Klostermann und seine Musikanten" mit, Hornist Robert Remmele beim Heeresmusikkorps Ulm und Trompeter Peter Kästner ist stellvertretender Leiter der Bigband der Polizei Saarland.

Polka, Walzer, Märsche und fantastische Soli

In Halbmeil begeisterte die Formation mit Polka, Walzer, Märschen und fantastischen Solostücken der einzelnen Register. Stürmischen Applaus erhielten die beiden Klarinettistinnen Carina Bach und Silvia Markfort für ihr Solo "Schnelle Finger". Das Festzelt erbeben ließ Harry Kirschner mit seinem "Tuba-Muckl".

Von Moderator Alfons Diemer als "Indiana Jones an der Tuba" angekündigt, riss Kirschner das Publikum mit. Neben neuen Titeln wie die Polka aus dem Burgenland und einer Ballade für das Tenorhorn erwies das Orchester mit einer Ernst-Mosch-Retrospektive dem großen König der Blasmusik, dessen Todestag sich 2019 zum 20. Mal jährt, die Ehre. Erst nach etlichen vom Publikum geforderten Zugaben ging der tolle Konzertabend zu Ende.

Auch der Sonntag war voll und ganz der volkstümlichen Blasmusik gewidmet. Nach dem Gottesdienst spielten tagsüber vier Kapellen auf und der hinreißende Auftritt der Kindertrachtentanzgruppe erntete begeisterten Applaus. Turnusgemäß stand das Oldtimer-Treffen auf dem Programm, bei dem die Fahrer hinsichtlich der weitesten Anfahrt und des ältesten Gefährts prämiert wurden (siehe Info).

Das traditionelle Handwerkervesper, bei dem "d’Michel und seine original Holze-Bener" musikalisch unterhielten, beendete am Montag das Sommerfest der TKK.

Ein sehr positives Resümee zog Vorsitzender Michael Heizmann. Auch die Beach-Party, die am Freitag den Auftakt des Festwochenendes übernahm, habe mit über 600 zahlenden Gästen eine sehr gute Resonanz verzeichnet. "Es war richtig tolle Stimmung", meinte Heizmann.

100-jähriges Bestehen bereits im Blick

So mancher mag beim Betreten des Festzeltes das Gefühl gehabt haben, das irgendetwas anders sei. Das Gefühl trog nicht, denn wie Heizmann verriet, wurde das Zelt um fünf Meter erweitert.

Der Verein habe das große Jubiläum 2021 bereits im Blick und dann werde noch einmal um fünf Meter erweitert. Die Trachtenkapelle Kinzigtal feiert in zwei Jahren das 100-jährige Bestehen.

Das sind die Preisträger:

Ältestes Auto fuhr mit einem Ford Baujahr 1931 der Schiltacher Hans Reutter Ältestes Motorrad: Harald Krater kam mit dem ältesten Motorrad, einer DKW Baujahr 1936 nach Halbmeil   Ältester Bulldog war der "Kramer", Baujahr 1949, aus Fischbach von Alfred Schwer

Weiteste Anreise Auto: Gabi Werner (Schweiz) Weiteste Anreise Motorrad: Thomas Huber (Achern) Weiteste Anreise Bulldog: Friedemann Fibisch (Weil der Stadt)