Waldachtal

Ziel erreicht: Fahrzeug war immer innerhalb von zehn Minuten vor Ort

von Eberhard Wagner

Wal dachtal. Franz Wittich, Kommandant der Waldachtaler Feuerwehr und seit Kurzem Ehrenkommandant (wir berichteten) legte bei der Hauptversammlung der Feuerwehr einen Jahresbericht vor, der vollgepackt mit Aktivitäten der Kameraden war.

Insgesamt beträgt die Mannschaftsstärke der freiwilligen Feuerwehr Waldachtal derzeit 46 Aktive, worunter sich auch drei Frauen befinden. In der Altersabteilung von Gottfried Randecker sind noch 18 Senioren aktiv. Sage und schreibe 35 Übungen leistete die FFW im vergangenen Jahr ab, in denen 1270 Übungsstunden anfielen. Die Zusammenarbeit mit benachbarten Wehren wie etwa aus Dornstetten wurde ebenfalls intensiviert. Als überragend gilt auch, dass insgesamt zehn Kameraden im letzten Jahr das Leistungsabzeichen in Gold ablegten (Patrick Kübler, Manuel Kübler, Patrick Fischer, Matthias Morlock, Moritz Käß, Marius Beilharz, Marvin Müller, Max Rudel, Lukas Johannsen und Felix Weißer). Zu insgesamt 41 Einsätzen rückte die Feuerwehr aus, darunter befand sich auch der Großbrand an der Lützenhardter Mühle. 26 technische Hilfeleistungen, worunter sich neun Verkehrsunfälle befanden, galt es zu meistern.

Ei ndrucksvoll und präzise aufgeschlüsselt präsentierte der künftige Kommandant und Nachfolger Wittichs, Marco Nofz, die Einsatz- und Übungsaktivitäten seiner Kameraden. Insgesamt 3918 Stunden ihrer Freizeit wendeten die Kameraden dafür auf. Die Feuerwehr Waldachtal hat auch im vergangenen Jahr ihr ehrgeiziges Schutzziel erreicht: Bei allen Einsätzen in Waldachtal traf das erste Fahrzeug der Feuerwehrinnerhalb von zehn Minuten an seinem Einsatzort ein. Nofzs Statistik zeigte auch auf, dass durch eine optimale Mannschaftsstärke beim Ausrücken jederzeit eine effektive Gefahrenabwehr möglich und gegeben war. Zufrieden darf Nofz auch mit der Mannschaftsstärke sein, mit der die Feuerwehr im Notfall reagieren kann.

Ein besonderes Erlebnis ist wie im jeden Jahr der Rückblick des Schriftführers Michael Krüger: Mit vielen Fotos aus den Einsätzen und Übungen wie auch der Kameradschaftspflege lässt er seine Berichte lebendig werden. Außerdem pflegt Krüger den öffentlichen Auftritt der Wehr im Netz und legte auch hier eine beeindruckende Anzahl an Nutzern und Interessenten vor. Die Fotodokumente aus Übungen und realen Einsätzen zeigten deutlich auf, wie vielfältig und oft auch gefährlich sich die Einsätze der Kameraden gestalteten.

Kreisbrandmeister Frank Jahraus bezeichnete die Öffentlichkeitsarbeit unter Krüger als vorbildlich und vor allem öffentlichkeitswirksam, zumal die Feuerwehr neben der eigenen Homepage auch in Medien wie Facebook vertreten ist. Auch die Alterswehr der Waldachtaler, die am 22. März 2013 gegründet wurde, zeigt sich laut Gottfried Randecker noch überaus rege.

Kreisfeuerwehrverbandvorsitzender Maik Zinser kündigte in seinem Grußwort an die Kameraden an, dass sich der Verband der Absicherung für Einsatzkräfte angenommen habe. Hier konstatierte Zinser, dass die Entschädigungszahlungen bei Tod oder Invalidität deutlich zu gering ausfallen. "Gewalt gegen Einsatzkräfte tritt bei uns derzeit aber nicht auf", sagte Zinser.