Waldachtal

"Wir müssen unseren Job gut machen"

von Lisa Herfurth

2009, mit 22 Jahren, hat sich Christoph Sadzik schon einmal für den Gemeinderat Waldachtal aufstellen lassen. Damals hat es nicht geklappt, aber dafür ist Sadzik bei der vergangenen Kommunalwahl in den Gemeinderat gewählt worden – und das gleich mit 1679 Stimmen.

Waldachtal-Salzstetten. "Ich wollt es einfach noch mal probieren und habe mich aufstellen lassen. Dass ich dann gleich so viele Stimmen bekommen habe, hat mich schon überrascht", sagt Sadzik. Gleich ein Großteil der alten Gemeinderäte wurde durch neue ersetzt. Ob sich dadurch etwas ändern wird, kann der 32-Jährige aber noch nicht sagen. "Wir müssen unseren Job eben gut machen", meint er. Aber auch wenn so viele Räte den Gemeinderat verlassen haben, herrsche ein gutes Miteinander. "Natürlich möchte jede Ortschaft ihre eigenen Interessen miteinbringen, aber dadurch entstehen keine Rivalitäten", erklärt Sadzik.

Er wolle mitreden, die Zukunft von Waldachtal mitgestalten, deshalb habe er sich für den Gemeinderat aufstellen lassen. "Ich bin sehr heimatverbunden und deshalb auch froh wieder in der Gemeinde zu sein", sagt Sadzik. Für seine Weiterbildung als Holztechniker und Meister ist der gelernte Schreiner für zwei Jahre aus seinem Flecken nach Karlsruhe gezogen. Aber hier, in Salzstetten, ist er aufgewachsen und fühle sich mit der Gemeinde verbunden. Deshalb sei auch von Anfang an klar gewesen, dass er nach der Weiterbildung wieder zurückkommt.

Und diejenigen, die wie er bleiben wollen, die will der junge Mann unterstützen. Deshalb möchte er einen besonderen Blick auf die Bauplätze in der Gemeinde werfen. Bei diesem Thema glaubt Sadzik, könne er auch aus seinen beruflichen Erfahrungen schöpfen. "Ich kenne mich in der baulichen Materie gut aus", erklärt der 32-Jährige.

Idee zur Zentralisierung

Beim Thema Zentralisierung der Rathäuser hat Sadzik eine konkrete Idee im Kopf, die er so auch noch im Gemeinderat ansprechen möchte. "Ich bin grundsätzlich schon dafür die Verwaltung zu zentralisieren. Allerdings würde ich, gerade für die älteren Mitbürger, die Rathäuser in den Ortsteilen nicht komplett aufgeben", erklärt er. Konkret könne er sich vorstellen, in einer bestimmten Anzahl, zum Beispiel ein bis zweimal, und zu einem bestimmten Rhythmus, in der Woche oder im Monat, die Ortsverwaltungen zu besetzten. "Das wäre für mich ein Kompromiss", sagt Sadzik.

Am Herzen liegen dem 32-Jährigen die Vereine in der Gemeinde, auch weil er sich sowohl im Motor- und Radsportverein, als auch Verschönerungsverein Salzstetten engagiert. "Vereine machen Ortschaften aus und sind wichtig, gerade wenn sich die Jugend engagiert", meint Sadzik.