Waldachtal

Moll: "Es ist viel investiert worden"

von Daniel Begemann

Tim Moll ist Waldachtaler aus Überzeugung. Der 27-Jährige aus Hörschweiler möchte sich für seine Gemeinde einsetzen und kandidiert deswegen für den Gemeinderat.

Waldachtal-Hörschweiler. Tim Moll ist einer der wenigen jungen Kandidaten, die für den Waldachtaler Gemeinderat kandidieren. Der 27-Jährige ist in Waldachtal aufgewachsen und dort geblieben. Er kandidiert bei der Gemeinderatswahl am 26. Mai für die CDU. Er findet es wichtig, sich als Bürger einzubringen. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagt er: "Der Einzelne ist dafür zuständig, sich zu engagieren. Nur Kritik am Bestehenden zu üben ist eine traurige Haltung."

Besonders wichtig findet er das Engagement der jüngeren Generation. "Das Durchschnittsalter im Gemeinderat ist hoch. Gerade wenn über die Zukunft gesprochen wird, müssen junge Leute einbezogen werden. Jemand mit 80 hat ganz andere Vorstellungen."

Für Moll ist Waldachtal eine Gemeinde mit viel Potenzial. "Für unsere ländliche Lage sind wir immer noch relativ zentral. Wir sind nicht direkt an der Autobahn, aber man kommt gut zur Autobahn. Wir haben große Unternehmen hier und eine schöne Landschaft." Obwohl die Gemeinde finanziell derzeit nicht gut dasteht, sieht er Waldachtal auf einem guten Kurs. Moll sagt: "Es ist in den vergangenen Jahren viel investiert worden. Wir haben ein neues Kinderhaus, eine neue Feuerwehr, einen neuen Bauhof. Zuvor waren wir von unserer Struktur her auf einem alten Stand. Jetzt sind wir auf einem guten Weg." Beim Thema Finanzen ist Moll Nachhaltigkeit wichtig. Durch eine langfristige Planung könnten schlechtere Jahre mit weniger Steuereinnahmen ausgeglichen werden, meint er.

Was nach Meinung von Moll in Waldachtal ebenfalls gut in Angriff genommen werde ist das Thema Wohnraumknappheit. Die Gemeinde sei mit einem Neubaugebiet gut für die Zukunft gerüstet.

Alter: 27 Jahre

Wohnort: Hörschweiler

Beruf: Versicherungsmakler

Hobbys: Politik (Beisitzer Kreisvorstand CDU, Gemeindeverbandsvorsitzender CDU Freudenstadt

Empfingen. "Ich bin sehr motiviert, etwas in unserer Gemeinde zu bewegen", sagt Benjamin Schmidt. Der 28-jährige gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann ist in Empfingen aufgewachsen.

Dieses Jahr hat sich der Jungunternehmer für die Bürger Union als Gemeinderatskandidat aufstellen lassen. Wichtige Themen für ihn sind die geplante Umgehungsstraße, um den Verkehr innerorts zu beruhigen, aber auch der Bau der neuen Kindertagesstätte liegt ihm am Herzen.

Warum genau diese Themen? "Der Verkehr in unserer Gemeinde wird leider nicht weniger, dadurch erhöht sich die Lärmbelastung. Im neuen Kindergarten werden die Kinder unserer Generation aufwachsen. Hier sollten alle mitentscheiden dürfen. Hierbei möchte ich eine Anlaufstelle besonders für jüngere Bürger und Bürgerinnen sein."

Nach seiner Ausbildung 2012 entschloss er sich, erst einmal was von der Welt zu sehen und reiste ein halbes Jahr durch acht verschiedene Länder in Asien.

Unternehmen gegründet

Zurück in Deutschland gründet er dann sein eigenes Unternehmen in Empfingen. Das ist mittlerweile sieben Jahre her. Heute leitet er ein Speditionsunternehmen mit drei beschäftigten Fahrern. Doch für Schmidt ist das nicht der erste eigene Betrieb. Bereits mit 16 eröffnet er zum ersten Mal ein Kleinunternehmen im Bereich Online-Warenhandel. Dass er sich so früh selbstständig gemacht hat, sieht der 28-Jährige als Vorteil: "Meine frühe Selbstständigkeit hat mich gelehrt, dass es sich lohnt, ehrgeizig und zielstrebig zu sein". Seine Zielstrebigkeit würde ihn im Falle seiner Wahl auch als Gemeinderat auszeichnen, meint er.

Wie man die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde vertreten kann, weiß Schmidt auch: "Mit Hilfe von stationären und online gestützten Bürgerbefragungen. So könnte man die Meinung der Einwohner besser erfassen und muss sich nicht auf ein Bauchgefühl berufen. Hier müssen wir aktiv werden."

Deshalb möchte er sich auch für diese Praxis einsetzen. "Es ist mir sehr wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde bei wichtigen Entscheidungen frühzeitig mit einbezogen werden, um Transparenz zu gewähren", erklärt er.

Mehr Ausgehmöglichkeiten

Auf das Amt des Gemeinderates ist er durch einen Freund aufmerksam gemacht worden. Durch ihn erfuhr er, dass noch Kandidaten für den Gemeinderat gesucht werden. Da dachte Schmidt: "Das passt zu mir." Denn er möchte an der Gestaltung seiner Heimatgemeinde mitwirken. "Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass Empfingen sich positiv entwickelt", erklärt er. Weitere Anliegen Schmidts sind die Belebung im Ortskern. Bedauernd erzählt er, dass dort derzeit nicht allzu viele Ausgehmöglichkeiten bestehen, grade für junge Erwachsene die nicht mehr in den Jugendclub passen. Außerdem liegt ihm die Bewahrung der Natur in Empfingen am Herzen. Es soll nicht alles zugebaut werden, sondern ausreichend Grünfläche übrig gelassen werden, "die grünen Lungen", wie seine Wählerliste es nennt. Dadurch soll die Luftqualität erhalten bleiben.

"Auch anderen jungen Menschen möchte ich ans Herz legen, sich für den Gemeinderat zu engagieren." So könne man "junge Ideen und Denk-weisen mit den Fachkenntnis-sen der älteren Generation vereinen", sagt Schmidt.

Geburtsdatum: 17. Februar 1998, Freudenstadt

Wohnort: Bittelbronn

Beruf: Student der Universität Tübingen, Fachrichtung Jura

Hobbys/Sonstiges: Schwimmen, Golf, Musik hören. Ministrant in Bittelbronn. Vorsitzender Junge Union Freudenstadt

Politische Schwerpunkte: Verkehrliche Entlastung der Innenstadt, Ausbau mobiles Internet, klimaneutrale Kommune, ÖPNV, Verbesserung der Lebensbedingungen in den Ortsteilen für Jugendliche und Ältere

Alter: 27 Jahre

Wohnort: Hörschweiler

Beruf: Versicherungsmakler

Hobbys: Politik (Beisitzer Kreisvorstand CDU, Gemeindeverbandsvorsitzender CDU Freudenstadt

Empfingen. "Ich bin sehr motiviert, etwas in unserer Gemeinde zu bewegen", sagt Benjamin Schmidt. Der 28-jährige gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann ist in Empfingen aufgewachsen.

Dieses Jahr hat sich der Jungunternehmer für die Bürger Union als Gemeinderatskandidat aufstellen lassen. Wichtige Themen für ihn sind die geplante Umgehungsstraße, um den Verkehr innerorts zu beruhigen, aber auch der Bau der neuen Kindertagesstätte liegt ihm am Herzen.

Warum genau diese Themen? "Der Verkehr in unserer Gemeinde wird leider nicht weniger, dadurch erhöht sich die Lärmbelastung. Im neuen Kindergarten werden die Kinder unserer Generation aufwachsen. Hier sollten alle mitentscheiden dürfen. Hierbei möchte ich eine Anlaufstelle besonders für jüngere Bürger und Bürgerinnen sein."

Nach seiner Ausbildung 2012 entschloss er sich, erst einmal was von der Welt zu sehen und reiste ein halbes Jahr durch acht verschiedene Länder in Asien.

Unternehmen gegründet

Zurück in Deutschland gründet er dann sein eigenes Unternehmen in Empfingen. Das ist mittlerweile sieben Jahre her. Heute leitet er ein Speditionsunternehmen mit drei beschäftigten Fahrern. Doch für Schmidt ist das nicht der erste eigene Betrieb. Bereits mit 16 eröffnet er zum ersten Mal ein Kleinunternehmen im Bereich Online-Warenhandel. Dass er sich so früh selbstständig gemacht hat, sieht der 28-Jährige als Vorteil: "Meine frühe Selbstständigkeit hat mich gelehrt, dass es sich lohnt, ehrgeizig und zielstrebig zu sein". Seine Zielstrebigkeit würde ihn im Falle seiner Wahl auch als Gemeinderat auszeichnen, meint er.

Wie man die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde vertreten kann, weiß Schmidt auch: "Mit Hilfe von stationären und online gestützten Bürgerbefragungen. So könnte man die Meinung der Einwohner besser erfassen und muss sich nicht auf ein Bauchgefühl berufen. Hier müssen wir aktiv werden."

Deshalb möchte er sich auch für diese Praxis einsetzen. "Es ist mir sehr wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde bei wichtigen Entscheidungen frühzeitig mit einbezogen werden, um Transparenz zu gewähren", erklärt er.

Mehr Ausgehmöglichkeiten

Auf das Amt des Gemeinderates ist er durch einen Freund aufmerksam gemacht worden. Durch ihn erfuhr er, dass noch Kandidaten für den Gemeinderat gesucht werden. Da dachte Schmidt: "Das passt zu mir." Denn er möchte an der Gestaltung seiner Heimatgemeinde mitwirken. "Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass Empfingen sich positiv entwickelt", erklärt er. Weitere Anliegen Schmidts sind die Belebung im Ortskern. Bedauernd erzählt er, dass dort derzeit nicht allzu viele Ausgehmöglichkeiten bestehen, grade für junge Erwachsene die nicht mehr in den Jugendclub passen. Außerdem liegt ihm die Bewahrung der Natur in Empfingen am Herzen. Es soll nicht alles zugebaut werden, sondern ausreichend Grünfläche übrig gelassen werden, "die grünen Lungen", wie seine Wählerliste es nennt. Dadurch soll die Luftqualität erhalten bleiben.

"Auch anderen jungen Menschen möchte ich ans Herz legen, sich für den Gemeinderat zu engagieren." So könne man "junge Ideen und Denk-weisen mit den Fachkenntnis-sen der älteren Generation vereinen", sagt Schmidt.

Unter 30 und brennend am Stadt- und Dorfleben interessiert: diese Charaktereigenschaften kommen für gewöhnlich nicht so oft zusammen. Doch auch in Waldachtal trauen einige es sich zu, im Gemeinderat mitzureden und kandidieren auf einer der Listen. Vor der Wahl am 26. Mai stellen wir den Lokalpolitiker-Nachwuchs vor.

Horb . Er war schon in Berlin, im ARD-Hauptstadtstudio. Patrick Speiser (21) tritt für die CDU als Kandidat für den Gemeinderat an. Und dass er es drauf hat, sich selbst hochzuarbeiten, hat er schon bewiesen.

Speiser: "Ich war in der Schule nicht so toll. Da haben meine Eltern gesagt: Geh du mal auf die Hauptschule in Altheim. Danach ging es auf die Wirtschaftsschule in Freudenstadt, auf das Wirtschaftsgymnasium. Jetzt studiere ich Jura. Das spricht für die Durchlässigkeit im Bildungssystem!"

Ein junger Mann – der dran bleibt. Deshalb ist Speiser schon früh in die CDU eingetreten. Ist jetzt Vorsitzender der Jungen Union in Freudenstadt, im Bezirksvorstand Nordbaden, im Landesausschuss und im CDU-Vorstand. Deshalb tritt er jetzt auch an, um in den Gemeinderat einzuziehen. Speiser: "Das mache ich im Prinzip aus denselben Gründen, aus denen ich in der CDU bin: Ich möchte mitreden und mitgestalten. Ich kandidiere nicht als Parteisoldat, sondern als Bittelbronner."

Und in den nächsten fünf Jahren entscheidet sich – auch durch die Hochbrücke – viel in Horb.

Speiser: "Die Fragen, die es zu lösen gilt, werden von Jahr zu Jahr spannender. In Horb sind das die Dauerbrenner Baugebiete, Industriegebiete und Verkehr. Gerade durch die Hochbrücke. Letzteres ein Klassiker: Ich habe gerade eben in Horb 15 Minuten gebraucht, um zum Termin zu kommen."

Er studiert Jura in Tübingen. Fährt natürlich dorthin mit dem Zug. Patrick Speiser berichtet: "Allein auf diesem Weg bricht das Deezer beim Musikhören dreimal ab. Horb hat zwar viel für den Breitbandausbau getan, es fehlt aber an der Abdeckung im Mobilfunknetz mit schnellem Internet. Und ich sehe auch nicht ein, warum die Züge weiter mit Diesel fahren und nicht mit Brennstoffzellen oder mit Strom aus der Oberleitung. Dazu wird es auch entscheidend sein, wie Horb beim Thema klimaneutrale Kommune in den nächsten fünf Jahren vorankommt. In Horb werden gefühlt jede Menge Altersheime gebaut. Ich setze mich dafür ein, dass alles getan wird, damit ältere Menschen weiterhin in den Teilorten leben können. Dazu gehört auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Gleichzeitig muss nach der Jugend geguckt werden. In Bittelbronn haben wir einen Jugendraum – das gibt es nicht überall."

Speiser will sich dafür einsetzen, dass Horb sein großes Potenzial auch bei der Jugend hebt: "Ich kenne viele Jugendliche, die in Horb bleiben wollen. Dazu gehört auch, Bauplätze zu bieten – davon haben wir eher zu wenig – auch innerorts. Kita und Grundschule sollten in der Nähe sein – dazu sollte die Betreuung weiter ausgebaut werden."

Sein politischer Ansatz: Nicht nur reden, sondern helfen. Speiser: "Wir von der Jungen Union setzen neben politischen Veranstaltungen auf praktische Sachen, um soziale Zwecke zu unterstützen. Wir haben beispielsweise ein Charity-Golfturnier in Freudenstadt organisiert, bei dem 20 000 Euro an Spenden zusammenkamen. Wir von der Jungen Union gehen auch gemeinsam zum Blutspenden beim DRK."

Und was macht der Jurastudent privat? Speiser: "Ich bin seit 14 Jahren Ministrant in Bittelbronn. Dazu schwimme ich gern und spiele ab und an mal Golf."

Weitere Informationen: Die Kommunalwahl in Horb ist am Sonntag, 26. Mai. Jeder Wähler hat drei Stimmen. Er kann sie entweder einem Kandidaten geben oder verteilen. Die Anzahl der Liste mit den meisten Stimmen bekommt die meisten der 26 Sitze – nach ihren Prozenten