Waldachtal

Man möchte wieder jung sein

von Eberhard Wagner und Andreas Wagner

Waldachtal-Oberwaldach. Die Cresbacher Jugendraumleiterinnen Bettina Walz-Gärtner und Sabine Ade besuchten am Mittwoch den Ortschaftsrat in seiner öffentlichen Sitzung. Ihre Schilderungen und ­Berichte weckten im ­Gremium Begeisterung. Seit rund zehn Jahren gibt es die Einrichtung des Jugendraums (JR), der momentan seit zwei Jahren im Bürgersaal Oberwaldach Aufnahme findet. Ortsvorsteher Friedrich ­Gerhard sieht die Einrichtung als wichtig und wertvoll für die Gemeinde an und betonte: "Ziel muss es sein, diesen zu erhalten."

Es gibt laut Grassi keinen Grund für eine Schließung

Die Kinder und Jugendlichen nehmen das Angebot des JR gerne in Anspruch, wie von den beiden Leiterinnen zu vernehmen war. Die Sorge mancher Eltern, dass der JR aufgrund einer festen Bleibe geschlossen werden könnte, entkräftete Bürgermeisterin Annick Grassi, die der Sitzung beiwohnte: "Es gibt keinerlei Grund für eine Schließung", sagte sie. "Ein haltloses Gerücht", urteilten Gerhard und Rat Gebhard Weißgerber ­hinsichtlich dieser Befürchtungen.

Der JR hat samstags von 18 Uhr bis 22 Uhr geöffnet – in den Wintermonaten eine Stunde früher. In den Schulferienferien öffnet er mittwochs von 17 Uhr bis 20 Uhr, wobei stets zehn junge Leute im Alter von 10 bis 17 Jahren kommen. Übrigens auch aus den anderen Ortsteilen der Gemeinde, wie die Leiterinnen bestätigen konnten. Walz-Gärtner und Ade liebäugeln mit einer festen Bleibe des JR: "Am liebsten wäre uns ein Raum im ehemaligen Feuerwehrhaus direkt neben dem Bürgerhaus." Freilich braucht ein Jugendraum eine entsprechende Atmosphäre, die dann geschaffen werden könne.

Einig sind sie sich, dass ­gerade Oberwaldach der ­optimale Standort für den JR ist. "Wir investieren hier viel Zeit und Arbeit und wir verzeichnen Zulauf", teilten sie dem Rat mit. Freilich konnte Grassi (noch) nichts versprechen bezüglich der Ansinnen, doch die beiden Damen hegen Hoffnungen.

Mühlenfest, Bärenpark und Programm in den Sommerferien

Untermauert wurde ihre wichtige Arbeit durch den Bericht der zahlreichen Aktivitäten, die gemeinsam mit den Jugendlichen unternommen wurden.

Und auch in diesem Jahr gibt es ein großes Programm, dass neben Vergnügen auch ehrenamtliche Betätigung ­bietet. So wird unter anderem das Mühlenfest im Juni ­besucht, ein Ausflug in den Wolf- und Bärenpark unternommen sowie eine ­Beteiligung am Sommer­ferienprogramm angestrebt.

"Da möchte man wieder jung sein", lächelte der höchst zufriedene Ortsvor­steher.