Volleyball

VC Nagold steht dicht vor dem sportlichen Aus

von Schwarzwälder Bote

Am Samstag bestreiten die Volleyballer des VC Nagold ihre letzten Saisonspiele in der A-Klasse.

Doch für den Verein geht es in den kommenden Wochen um bedeutend mehr als nur um Punkte. Aktuell tragen sich die Verantwortlichen des Vereins mit dem Gedanken, die Mannschaft vom Spielbetrieb abzumelden.

Ab 15 Uhr empfangen die Nagolder in der OHG-Sporthalle die Mannschaften aus Deufringen und Ofterdingen. Der VC Nagold ziert aktuell das Tabellenende der A-Klasse West und hofft, vielleicht doch noch einen Sieg landen zu können.

Hauptausschlaggebend für die sportliche Talfahrt in dieser Saison war der äußerst dünn besetzte Spielerkader. Dies ist auch der Grund dafür, dass der VC Nagold in der nächsten Saison im Spielbetrieb nicht mehr vertreten sein wird, wenn es nicht kurzfristig gelingt, noch mindestens vier zuverlässige Spieler an Land zu ziehen, die den Fortbestand der Mannschaft sichern.

Da dies nach Lage der Dinge jedoch eher unwahrscheinlich erscheint, zumal bisherige Bemühungen des Vereins in dieser Hinsicht nicht auf fruchtbaren Boden gestoßen sind, könnte am Samstag eine lange Ära zu Ende gehen. Noch jedoch ist das letzte Wort nicht gesprochen

Der VC Nagold gegenwärtig der einzige Verein im Kreis Calw, der eine Männermannschaft im Spielbetrieb hat.

Noch einmal haben sich einige Leitungsträger der vergangenen Jahre bereit erklärt, ihrem Verein beizustehen und noch einmal ins Geschehen einzugreifen.

Spieler wie Björn Koch, Alex Nisch, Mants Schmolla, Lau Wohlfarth, Markus Plaumann oder Bernd Heinrich haben das Volleyballgeschehen in Nagold nicht nur in den letzten Jahren sondern in den zurückliegenden Jahrzehnten geprägt und werden am Samstag sicherlich auch mit Wehmut auf dem Spielfeld stehen.

Die Mannschaft des VC Nagold würde sich über entsprechenden Zuspruch freuen.