Vöhringen

Vöhringer Flüchtlingshilfe ein Erfolgsmodell

von Schwarzwälder Bote

Vöhringen. Die Vöhringer CDU Gemeinderatskandidaten informierten sich über den aktuellen Stand bei den 2015 zugewiesenen Flüchtlingen. "Viele Mitbürger fragen mich, ob denn noch Flüchtlinge im Heim in der Eythstraße untergebracht seien", so Heinz Sundmacher. Er ist Mitglied des Vöhringer Flüchtlingshelferkreises.

Drei Jahre ist es nun her, dass 58 Flüchtlinge, elf Familien aus Syrien, Afghanistan und dem Irak nach Vöhringen gekommen sind. Über 30 ehrenamtlichen Helfer, die sich in den Arbeitskreisen Sachspenden, Alltagsbegleitung, Sprache/Sprachkurse sowie Begegnung und Ideen zur Integration einbrachten, standen den Asylsuchenden hilfreich zur Seite. "Die ersten Tage waren für die Ehrenamtlichen eine große Herausforderung", erläuterte Sundmacher. Dank der ortsansässigen Dolmetscher funktionierte die Verständigung von Beginn an recht gut. "Inzwischen können sich die als Flüchtlinge zu uns gekommenen Menschen gut auf Deutsch verständigen." Laut Sundmacher hilft es, dass Ehrenamtliche seit nunmehr drei Jahren Sprach- und Nachhilfekurse im Heim in der Eyth­straße anbieten.

Ein syrisches Ehepaar hat seine sprachlichen Fähigkeiten jüngst bei einem Vortrag im Rahmen des "Männervesper Vöhringen" unter Beweis gestellt (wir berichteten). "Die Integration aller elf Familien wurde in drei Jahren geschafft", so der Flüchtlingshelfer der ersten Stunde. Sie haben mittlerweile Wohnungen in Vöhringen, Sulz und Oberndorf.

Großzügige Spenden der Bevölkerung aus Vöhringen und Wittershausen waren bei der Erstausstattung sehr willkommen. "Wir können stolz darauf sein, dass die nach Vöhringen zugewiesenen Flüchtlinge allesamt Arbeit gefunden haben und auf eigenen Füßen stehen oder teilweise noch zur Schule gehen", bilanziert Sundmacher. Mittlerweile haben zwei junge Männer eine Lehrstelle angetreten.

"Die Menschen scheinen in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen zu sein", freut sich CDU-Kandidat Andreas Scheu. Aktuell wohnen vier neu zugewiesene Menschen mit Flüchtlingsstatus im Heim in der Eythstraße. "Das hat uns dazu bewogen, den Beitrag als Flüchtlingshelfer fortzusetzen", erläutert Sundmacher.