Vöhringen

Ortsdurchfahrt Wittershausen steht vor einer Vollsperrung

von Sylvia Fahrland

Vöhringen-Wittershausen - Mit vier verschiedenen Baumaßnahmen im Innen- und Außenbereich beschäftigte sich der Ortschaftsrat unter der Leitung von Ortsvorsteherin Kerstin Jauch in der ersten Sitzung nach der Sommerpause.

Letzte Woche hat die beauftragte Firma Lupold aus Vöhringen mit den umfangreichen Arbeiten an der Ortsdurchfahrt begonnen. Der Fahrbahnbelag wurde abgefräst, Buswartehäuschen, Randsteine und Gehwege mussten weichen. Während der Verkehr die ersten Tage mit einer Ampelregelung noch passieren durfte, wird ab heutigem Montag die Vollsperrung erfolgen. Trotz notwendiger Einschränkungen soll den Anwohnern weitestgehend die Grundstückszufahrt ermöglicht werden. Der überörtliche Verkehr wird großräumig umgeleitet, der innerörtliche Verkehr erfolgt über die Bochinger Straße. Dorthin wurde auch die Bushaltestelle verlegt.

Wartezonen neben der Fahrbahn können genutzt werden

Als Wartezonen neben der Fahrbahn sollen der Schotterweg, der zum Hintereingang des Friedhofs führt, sowie schräg gegenüber der Anfang des Fußgängerverbindungswegs Richtung Zollernstraße genutzt werden, teilte Bürgermeister Stefan Hammer mit. Mit einem Schreiben habe man den Anwohnern im Talgäßchen und im Birkenweg eine zeitweise Wassernotversorgung angekündigt. Wöchentlich dienstags um 8 Uhr früh werden vor Ort Baustellenbesprechungen mit Vertretern der Gemeinde stattfinden. Auch die ortskundigen Ortschaftsräte wurden um gelegentliche Teilnahme gebeten.

Im Hinblick auf die erfolgten Zeitverzögerungen vor dem ersten Bauabschnitt kam im Gremium die Frage auf, ob sich der für 2017 geplante, zweite Bauabschnitt nahtlos anschließen werde und wann dieser ausgeschrieben werden könne. Voraussetzung hierfür sei die Genehmigung des Haushaltsplans 2017, mit der meist im Februar oder März zu rechnen sei, ließ Stefan Hammer wissen.

Im Verlauf der Sitzung ging es auch um eine Erweiterung der bestehenden Biogasanlage mit Verbrennungsmotoren für den Einsatz von Biogas aus der Landwirtschaft. Damit einher ging der Antrag des Bauherrn auf Neugenehmigung eines zweiten Motorraums in der bestehenden Garage, der Gasaufbereitung, der Trocknungsanlage, des Trocknungsraums, der Wärmeübergabestation, des Warmwasserpufferspeichers, einer Fuhrwerkswaage und des Blockheizkraftwerks Modul 3.

Die Verwaltung stellte fest, dass die Anlage im Gebiet des rechtskräftigen Bebauungsplans "Schränkentaler Weiher" liege, der eigens für die Errichtung und den Betrieb der Biogasanlage gefertigt wurde. Die Einhaltung der bauordnungs- und bauplanungsrechtlichen Festsetzungen des Bebauungsplans wurde festgestellt, die Umweltverträglichkeitsprüfung sei bereits ausgiebig im Bebauungsplanverfahren abgehandelt worden. Daher erteilte der Ortschaftsrat sein einstimmiges Einvernehmen zu dem Vorhaben, das noch der Beschlussfassung im Gemeinderat am heutigen Montag unterliegt.

Lobend äußerte sich Ortschaftsrat Helmut Maier am Ende über das Ergebnis der Ertüchtigung des Löschteichs in der Lupferstraße durch die Feuerwehr. Wenn auch der Verlauf der Aktion "unglücklich" gewesen sei (damit spielte Maier auf die Vorgeschichte mit nachträglicher Genehmigung überplanmäßiger Materialkosten an – wir berichteten), das Ergebnis sei "super und kann sich sehen lassen", so Maier. Die Feuerwehr habe aus einem Schandfleck einen Gewinn für das Dorf gemacht.
Grillplatz Juchzgergraben wird mit einer Party am 8. Oktober eingeweiht

Auch Bürgermeister Hammer schloss sich an und plädierte für eine öffentliche Anerkennung der fleißigen, ehrenamtlichen "Schaffer".

Mit der Ankündigung von Kerstin Jauch, der Grillplatz Juchzgergraben werde am 8. Oktober mit einer Grillparty eingeweiht, endete die Sitzung.