Vöhrenbach

Räte stehen hinter Langenbacher Feuerwehr

von Schwarzwälder Bote

Vöhrenbach-Langenbach (sh). Die Pläne der Langenbacher Feuerwehr, ihr Gerätehaus zu vergrößern, war der Anlass für die CDU-Fraktion des Gemeinderates zu einer Besichtigung des Gerätehauses einzuladen. Auch die Bevökerung war eingeladen, mit dabei zu sein.

Neben mehreren CDU-Ratsmitgliedern und anderen Bürgern war mit Albert Schwörer auch ein Vertreter der FWV-Fraktion zum Gerätehaus gekommen. Kommandant Ralf Heizmann erläuterte, dass dieses Gerätehaus inzwischen 50 Jahre alt sei.

Das großes Problem in dem Gebäude ist die Feuchtigkeit, auch durch ein undichtes Dach und eine nicht ausreichende Nachtspeicher-Heizung.

Das bedeutet, dass die Kleidung der Feuerwehrleute häufig klamm ist und auch hochwertige Ausrüstung wie Funkgeräte unter dieser Feuchtigkeit leiden. Nicht zuletzt seien die Verhältnisse sehr beengt, was eigentlich nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften entspreche.

Ralf Heizmann machte dabei ganz deutlich, dass das geplante neue Fahrzeug für die Langenbacher Feuerwehr auch in die bestehende Garage passt, die geplante Erweiterung also mit der Fahrzeuggröße nichts zu tun hat.

Geplant ist ein Anbau, in dem Kleidung und Geräte untergebracht werden können und sich auch die Feuerwehrleute für den Einsatz umziehen. Aktuell ziehen sich die Feuerwehrleute direkt neben dem Fahrzeug um, häufig bei bereits geöffnetem Garagentor. Welche Bedingungen dies beispielsweise im Winter sind, kann sich jeder vorstellen. Für eine solche Erweiterung, so erläuterte Ralf Heizmann, gibt es auch einen Zuschuss vom Land.

Auch auf Nachfrage aus Reihen der Besuchern machte Heizmann deutlich, dass die Langenbacher Feuerwehr unverzichtbar sei. Denn nach dem neuen Konzept ist diese speziell für die Wasserversorgung bei größeren Einsätzen verantwortlich, denn die großen Löschfahrzeuge aus Vöhrenbach sind im Brandfall am Einsatzort gebunden und können nicht die notwendige Wasserversorgung aufbauen.

Denn die Wasserversorgung durch die Hydranten im Stadtgebiet, vor allem in den höheren Lagen, reicht für einen größeren Löscheinsatz nicht aus. Eigentlich immer muss dann eine Wasserversorgung zu einem offenen Gewässer hergestellt werden, zum Teil über längere Strecken.

Darüber hinaus ist das neue Langenbacher Fahrzeug mit einem eigenen Wassertank und entsprechender Ausstattung auch in der Lage, bei einem Brand kurzfristig zu einem zweiten Einsatz abzurücken, wie es beispielsweise auch beim Großbrand Waldrast nötig geworden war. Ebenso sind die Langenbacher Feuerwehrleute als Atemschutzträger unverzichtbar.

Darüber hinaus sei die Feuerwehrgarage beim Bauhof ausgelastet, das könnte also dort gar nicht untergebracht werden. Und in der Langenbacher Garage die Feuerwehrleute bräuchten endlich menschenwürdige Bedingungen für ihren Einsatz. Und auch der Schutz der Ausrüstung beispielsweise vor Kälte und Feuchtigkeit ist entscheidend. Nicht zuletzt seien neue Fahrzeuge bei weitem nicht mehr so robust und würden unter einer feuchten Garage massiv leiden.

Dabei machte Ralf Heizmann deutlich, dass man sich auch dessen bewusst sei, dass man sparsam wirtschaften muss. Deshalb beschränkt man sich auf das unbedingt notwendige und verzichtet beispielsweise auf Sanitärräume und ähnliches, da solche im benachbarten Gemeindehaus zur Verfügung stehen.

Abschließend signalisierten die anwesenden Gemeinderäte, dass sie nach diesen Ausführungen voll hinter diesen Plänen der Feuerwehr stehen werden.