Vöhrenbach

Anschluss von Urach in der Schwebe

von Stefan Heimpel

Nun wird es ernst mit der Breitband-Versorgung auch für das Stadtgebiet von Vöhrenbach.

Vöhrenbach. Nachdem in Hammereisenbach die Arbeiten bereits begonnen haben, stehen in den nächsten Tagen die endgültigen Anmeldungen für den Bre itbandanschluss im ersten Bauabschnitt in der Kernstadt auf dem Programm, die dann im kommenden Jahr realisiert werden sollen.

Nach Einschätzung von Jochen Cabanis vom Zweckverband Breitbandversorgung könnten damit bis Ende 2019 schon einige, vielleicht sogar viele Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Keine befriedigende Antwort konnte am Rande der Veranstaltung Bürgermeister Robert Strumberger auf die Frage geben, wann und ob überhaupt auch Urach an die Datenautobahn angeschlossen wird.

In Vöhrenbach steht der erste Bauabschnitt für die Glasfaser-Versorgung an. Daher hatten die betroffenen Haushalte eine direkte Einladung zu einer Informationsveranstaltung in der Festhalle erhalten, an der fast 200 Bürger teilnahmen. Jochen Cabanis entschuldigte sich gleich zu Beginn, dass es hier anfänglich eine Panne gegeben hatte, es wurden auch Haushalte eingeladen und über den Baubeginn informiert, die im erste Bauabschnitt noch nicht dabei sind.

Bei der Begrüßung der Zuhörer machte Bürgermeister Robert Strumberger deutlich, dass eine Versorgung mit Glasfaser schon lange diskutiert werde. Doch schon vor Jahren haben sich die großen Telekommunikationsunternehmen hier ausgeklinkt, eine Versorgung für Vöhrenbach und Hammereisenbach interessierte sie nicht. In der Folge hatten dann alle Gemeinden im Schwarzwald Baar Kreis gemeinsam den Zweckverband gegründet, um auch alle Gemeinden an das Glasfasernetz anzuschließen.

Begonnen haben man bereits in Hammereisenbach, denn dort sei die Versorgung am schlechtesten. Strumberger wies aber auch darauf hin, dass diese Breitbandversorgung durch die Gemeinden finanziert werden muss. Hammereisenbach beispielsweise wird etwa 1,5 Millionen Euro kosten, durch einen Zuschuss auf 1,1 Millionen für die Stadtkasse reduziert. Die Versorgung für ganz Vöhrenbach ist mit etwa sieben Millionen Euro kalkuliert.

Anschlussquote

Wenn die erhofften Zuschüsse eintreffen, bleiben für die Stadtkasse noch fünf Millionen Euro zu finanzieren. "Wir brauchen die Datenautobahn im ländlichen Raum", machte der Bürgermeister deutlich. Aber es sei von großer Bedeutung, dass sich möglichst viele Bürger anschlössen. Wenn die Anschlussquote unter 50 Prozent fällt, sei eine Anbindung der entsprechenden Straßen und Bereiche fraglich.

Der Anschluss an das Netz und auch der Vertrag mit einem Betreiber sei darüber hinaus ebenso wichtig, da nur dann durch die Einnahmen aus dem Betrieb die hohen Aufwendungen durch die Stadt wieder refinanziert werden können.