Villingen-Schwenningen

VS soll Fairtrade-Siegel bekommen

von Michael Niggemeier

Villingen-Schwenningen soll eine Fairtrade-Stadt werden: Diesem Ziel wollten die Pfadfinder des Stamms "Der Wolf, der niemals schläft" von der deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg bei der 72-Stunden-Aktion Nachdruck verleihen.

VS-Villingen. Damit Villingen-Schwenningen eine Fairtrade-Stadt wird, müssen fünf Kriterien erfüllt werden. So müssen zum Beispiel bei den Sitzungen des Gemeinderats zwei Fairtrade-Produkte ausgeschenkt oder in lokalen Geschäften Fairtrade-Produkte gehandelt und angeboten werden.

Ziel der 72-Stunden-Aktion war, 720 Unterschriften und 27 sogenannte Fair-Trader von dem Siegel zu überzeugen. Bei den Recherchen im Vorfeld der Aktion hatten die Pfadfinder immerhin 23 Geschäfte, Schulen, Lokale und Cafés gefunden, die Fairtrade- Produkte im Angebot haben. Im Anschluss an die Aktion sollen einige Lokalpolitiker davon überzeugt werden, die Thematik in den Gemeinderatssitzungen zu diskutieren.

Gute Vorbilder seien laut der Stammvorsitzenden Ursula Mittig die Städte Bad Dürrheim, Tuttlingen und St. Georgen. Zwar seien laut Mittig die Produkte etwas teurer, allerdings werden dafür auch "die Bauern ordentlich bezahlt und die Kinder können zur Schule". Mit ihrem Infozen­trum am Osianderplatz klärten die jungen Pfadfinder nun über die Thematik im Rahmen der Aktion auf.

Als Vorbild geht der Pfadfinderstamm selbst voraus: Mit Bananen, Kaffee, Saft, Tee und Kleidung nutzt man bereits einige Fairtrade-Produkte. Schon im Vorfeld hatte der Stamm einiges zu recherchieren und organisieren. Dabei habe sich laut Mittig auch das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen verändert.