Villingen-Schwenningen

Spendenaktion nach tödlichem Unfall auf Steig

von Marc Eich

Villingen-Schwenningen - Der schreckliche Verkehrsunfall mit drei Todesopfern und mehreren Schwerverletzten am vergangenen Wochenende bewegt noch immer die Menschen in der Region. Nun wurde für die Hinterbliebenen ein Spendenkonto eingerichtet.

Die Unfallstelle an der Schwenninger Steig gleicht mittlerweile einer Gedenkstätte – doch abgesehen von der stillen Anteilnahme hat nun eine Arbeitskollegin des tödlich verunglückten, 37-jährigen Fahrers eine Spendenaktion initiiert, die den Hinterbliebenen zugute kommen soll.

Denn: Von der Tragödie sind gleich zwei Familien betroffen. So habe der Fahrer eine befreundete Familie zu Besuch gehabt, die er am Samstagabend nach Villingen fahren wollte. Mit im Auto seien zudem seine beiden Kinder gesessen, die ebenfalls zu Besuch waren und ihren Vater auf der kurzen Strecke begleiten wollten.

Zwei Kinder liegen noch immer in Freiburger Klinik

Doch in Villingen kamen sie niemals an – denn bei einer heftigen Kollision mit einem entgegenkommenden BMW-Fahrer starb neben dem 37-Jährigen auch ein 29-Jähriger sowie dessen einjähriges Kind. Darüber hinaus wurden die beiden Kinder des Fahrers schwer verletzt, sie liegen derzeit in der Uniklinik in Freiburg.

Für die 26-jährige Arbeitskollegin des 37-Jährigen, der bei einer Firma in Schwenningen angestellt war, sei angesichts der dramatischen Nacht klar gewesen, dass sie helfen möchte und bittet deshalb um Spenden für die Familien. "Wir können das entstandene Leid nicht lindern – niemand kann das. Wir können nur einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die äußeren Umstände erträglicher werden", erklärt sie im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.

Sie hatte sich deshalb wenige Tage nach dem Unglück an den hiesigen Caritasverband gewandt, woraufhin der Vorstandsvorsitzende Michael Stöffelmaier das Spendenkonto für die Sammlung von Spenden zur Verfügung gestellt hat. Auf diesem Weg sei auch die Ausstellung einer Spendenbescheinigung möglich.

Die Spenden werden von der Caritas an die Hinterbliebenen der Unfallopfer ­weitergeleitet, um die wirtschaftlichen Folgen des Unfalls abzufedern. Denn derzeit sei wohl auch noch nicht klar, ob für die zum Teil schwer verletzten Opfer sämtliche Behandlungskosten übernommen werden.

Weitere Informationen:

Caritasverband für den Schwarzwald-Baar-Kreis
www.caritas-sbk.de/aktuelles
Telefon: 07721/84070