Villingen-Schwenningen

Schreinerei fest in der Stadt verankert

von Martina Zieglwalner

Dass die Schreinerei Jordan seit 100 Jahren Tradition und Moderne vereint, fest in der Region verankert ist und immer wieder neue Wege einschlägt, zog sich wie ein roter Faden durch die Reden beim Jubiläumsfest. Gemeinsam mit Freunden, Wegbegleitern Vertretern aus Politik und Wirtschaft feierte der Villinger Familienbetrieb seinen runden Geburtstag.

VS-Villingen. Ob heutige und ehemalige Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden, Landesinnungsmeister Anton Gindele, Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz, Oberbürgermeister Jürgen Roth oder Baubürgermeister Detlev Bührer, an die 150 Gäste gratulierten Gerhard Jordan und seiner Familie bei einer zünftigen Party in den Räumen der Eventagentur Gildner zu dieser Erfolgsgeschichte, die mit der Firmengründung durch Paul Jordan vor 100 Jahren ihren Anfang nahm. Eine Präsentation von Bildern aus der Firmenhistorie und manch privater Schnappschuss gaben einen Einblick in den Alltag des Familienbetriebs.

Gute und schwere Zeiten waren in diesen Jahrzehnten zu bewältigen, erinnerte Jordan in seinem Rückblick. Dies sei nur durch den Zusammenhalt vieler Menschen, der Familie und der Mitarbeiter einst und heute möglich gewesen. Architekten und Bauleiter, Partner, Lieferanten und Kunden hätten der Schreinerei vertraut und zu ihrem Aufstieg beigetragen. "Dass wir zusammenstehen und gemeinsam vieles können, ist unser Motor", brachte der Chef die Firmenphilosophie auf den Punkt.

Und dieser erfolgreiche Werdegang sei noch lange nicht zu Ende, betonte Oberbürgermeister Roth. Mit Florian Jordan sei schon die nächste Generation im Unternehmen aktiv. Mit Maßarbeit, handgemachten Möbeln und Qualitätsprodukten von langer Lebensdauer habe sich das Unternehmen einen Namen gemacht und für zufriedene Kunden gesorgt. Lobenswert sei das Bekenntnis der Schreinerei zum Standort Villingen, den sie auch regelmäßig bei Messen repräsentiere.

Die Schreinerei schaffe Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Stadt, erklärte denn auch Handwerkskammer-Präsident Reiner. Es sei über all die Jahre hinweg gelungen, flexibel auf Herausforderungen zu reagieren und dennoch der Organisation als Familienbetrieb treu zu bleiben, in dem viel Herzblut und Verantwortungsgefühl stecke. Dass nun die vierte Generation am Start stehe, zeige, dass Gerhard Jordan alles richtig gemacht habe. Er sei aber nicht nur als Vollblutunternehmer ein Vorbild, sondern auch durch seine ehrenamtliche Mitarbeit in der Handwerkskammer, als Obermeister der Schreinerinnung, im Gesellen- und Meisterprüfungsausschuss und im Vorstandsteam der Kreishandwerkerschaft.

Jordan und sein Betrieb seien ein Aushängeschild des Schreinereihandwerks, stellte Landesinnungsmeister Gindele fest. Auch in Sachen Ehrenamt Engagement sei Gerhard Jordan seinem Vater Heinz gefolgt. Auf das Erreichte könnten Mitarbeiter und Firmeninhaber zu Recht stolz sein. Tag für Tag behaupte sich das Unternehmen am Markt. Mehr denn je seien heute kaufmännischer Geist, technischer Verstand, Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem, gestalterische Gabe, die Liebe zum Werkstoff Holz und eine glückliche Hand im Umgang mit Menschen gefragt. Dieses Vermögen, einerseits Tradition und Familiensinn und andererseits Dynamik und Innovation zu vereinen, bilde den Grundstein des Erfolgs. Gindele zeigte sich sicher, dass die Schreinerei so gut auf die Zukunft vorbereitet ist, dass sie auch die nächsten 100 Jahre bestehen kann.

Mit Geschenken und Urkunden würdigten die Handwerkskammer und die Schreinerinnung das Jubiläum des Unternehmens und die gute Zusammenarbeit mit ihrem Inhaber. Die Familie überraschte Gerhard Jordan mit einer Lampe aus Holz, die von der hohen Kunst des Schreinerhandwerks zeugt. Und der Firmeninhaber dankte seinerseits seiner Frau Gudrun Jordan und erzählte in launigen Worten, wie es in der Firma drunter und drüber geht, wenn sie einmal ausfällt.

Ebenso vergnügt ging der Abend noch lange weiter: Mit der "Uderner Tanzlmusig" trugen Freunde der Familie aus Österreich zur Unterhaltung bei. Freche und witzige Songs brachte Christian Zimmermann als "Bayrischer Blechtrommler" ebenso auf die Bühne wie das Duo "Los Ämol". Und um auch jenen eine Freude zu bereiten, denen es nicht so gut geht, sammelte die Schreinerei während des Jubiläumswochenendes Spenden für die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe.