Villingen-Schwenningen

Scheuer: Formalitäten statt Umbau

von Cornelia Spitz

VS-Villingen - Die Hoffnung vieler, die den Lärmstreit rund um die Villinger Scheuer beobachten, liegt auf möglichen Umbaumaßnahmen des Gebäudes. Nachdem Bürgermeister Detlev Bührer bekannt gegeben hatte, dass ein solcher Umbau zu Lärmschutzzwecken grundsätzlich möglich sei, warteten viele auf den Beginn der Bauarbeiten, so Bührer am Mittwoch im Gemeinderat.

Doch ganz so einfach stellt sich die Sachlage offenbar nicht dar: Mit dem Herausreißen der Wand zwischen dem Raum mit der Bühne und dem anderen Raum mit der Theke sei es nicht getan. So müsste im Vorfeld eine förmlich Nutzungsänderung vorgenommen werden, so Bührer. Es bedürfe der Betrachtung des Gesamtgebäudes, ein Schallschutzkonzept und auch ein Brandschutzkonzept seien notwendig – im Grund genommen müsse das komplette Gebäude überplant werden.

Die Mittel für eine entsprechende Planung habe die Verwaltung für den Haushalt 2019 vorgesehen. "Erst wenn diese Planungen abgeschlossen seien, so Bührer, "wissen wir was möglich ist und was was kostet."

Hintergrund der Diskussionen ist der schon seit langem währende Lärmstreit rund um die Scheuer in der Villinger Kalkofenstraße, die auch das Zuhause des Jugendhauses K3 ist. Der Folkclub veranstaltete dort bislang immer wieder auch Konzerte. Doch ein Anlieger blockierte die Veranstaltungen mit Verweis auf eine zu hohe Lärmbelästigung, weshalb der Folkclub sich schließlich bereiterklären sollte, die Veranstaltungen um spätestens 22 Uhr zu beenden. Als bittere Konsequenz des Disputs beschlossen die Verantwortlichen, ihr Engagement als Veranstalter von Konzerten in der Scheuer zu beenden.

Hoffnung ließ dann jedoch der Vorschlag aufkommen, dass das Herausreißen der Wand in Kombination mit entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen aus der Scheuer doch noch eine geeignete und auch von dem Anlieger akzeptierte Konzertlocation machen könnte.