Villingen-Schwenningen

Landfahrer: Fäkalien und Unrat bleiben zurück

von Ursula Kaletta

VS-Villingen - Mit einem Container wird die Stadtreinigung anrücken müssen, um die Hinterlassenschaften von einer größeren Landfahrergruppe auf dem vorderen Stallberg zu beseitigen. Auf dem von der Stadtverwaltung zugewiesenen Areal hielten sich über zehn Tage hinweg irische und französische Landfahrer, eine so genannte Teerkolonne, mit ihren komfortablen Gespannen auf. Über 20 dieser Gefährte sollen es nach Beobachtungen von Spaziergängern aus dem nahen Marbach gewesen sein.

Was den Spaziergängern nach dem Abzug der Gruppe ins Auge stach und zum Rümpfen der Nase veranlasste, waren die großen Müllmengen und die über das ganze Gelände verteilten Fäkalien. Außer den über 40 blauen Müllsäcken, von denen schon etliche vermutlich durch Tiere aufgerissen wurden, lagern auf dem Areal auch mit Hausmüll gefüllte Tüten von Handelsketten, Kartons mit allerlei Unrat, eine Waschmaschine, eine größere Gasflasche, Einkauftaschen, alte Schuhe, Haushaltsgegenstände, leere Farbeimer und weiteres mehr. Ob alle Ablagerungen von der Gruppe stammen, oder dass auch andere Zeitgenossen das Gelände als wilde Müllkippe auserkoren hatten, ist ungewiss.

Da die Info von der Stadtverwaltung ergangen war, die Landfahrer hielten sich an Vorgaben der Stadt, meint der Freie-Wähler-Gemeinderat Bertold Ummenhofer: "Es stellt sich die Frage, wann und wo der kommunale Ordnungsdienst kontrolliert hat. Eine Kontrolle des hinterlassenen Mülls könnte eventuell einen Rückschluss auf den oder die Verursacher zulassen."