Villingen-Schwenningen

Koffer für den scheidenden Oberbürgermeister

von Schwarzwälder Bote

Schwarzwald-Baar-Kreis. Der Aufsichtsrat des Schwarzwald-Baar Klinikums hat im Rahmen des jährlichen Abschlussabends Rupert Kubon verabschiedet. Als Oberbürgermeister der Stadt Villingen- Schwenningen gehörte er zum Aufsichtsrat des Klinikums, alternierend mit dem Landrat auch als Aufsichtsratsvorsitzender.

Neben einem "Notfallkoffer" als Abschiedsgeschenk gab es viele Worte des Dankes und der Anerkennung. Landrat Sven Hinterseh erinnerte bei dieser Gelegenheit an die Zeit vor der Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft im Landkreis. "Ende der 1990er-Jahre hatten wir eine ganz andere Situation als heute: Es gab sechs verschiedene Standorte mit Kliniken in unterschiedlicher Trägerschaft, darunter beispielsweise die Städtischen Kliniken Villingen-Schwenningen oder das Kreiskrankenhaus Donaueschingen. Inzwischen liegt die Reform längst hinter uns. Und ich muss sagen: Ich bin mächtig stolz und dankbar für unser Klinikum in kommunaler Trägerschaft, weil es eine wichtige Aufgabe bei der Daseinsvorsorge übernimmt. Was hier entstanden ist, ist aber nicht vom Himmel gefallen, sondern war harte kommunalpolitische Arbeit." Bei seinem kleinen Rückblick auf die 16 Jahre Amtszeit des Oberbürgermeisters erzählte Hinterseh, an den Oberbürgermeister gewandt, von der Zeit im Jahr 2003, als Kubon das Amt des Oberbürgermeisters übernahm und die Diskussionen zur Neuausrichtung der Krankenhausstrukturen in vollem Gang waren: "Sie waren ein Kandidat mit einer kräftigen Stimme und einer mutigen Aussage – jemand, der sich immer für ein Klinikum in kommunaler Trägerschaft stark gemacht hat. Ohne Ihr Zutun wäre das nicht Wirklichkeit geworden". Und er dankte Kubon dafür.

Der Landrat und Matthias Geiser, Geschäftsführer des Schwarzwald-Baar Klinikums, überreichten dem Oberbürgermeister einen als "Notfallkoffer" aufgemachten Präsentkorb. Und natürlich war auch Kubon selbst nicht um Worte verlegen. "Das Klinikum war für mich nur in öffentlicher Trägerschaft denkbar. Und es war eine besondere Chance, die Entstehung eines solchen Klinikums mit zu steuern. Mit dem Ergebnis haben wir uns in der Region ein Stück weit selbst belohnt. Nicht nur, was die Gesundheitsversorgung betrifft. Sondern auch, was die Stadtentwicklung angeht. Inzwischen ist ein dynamischer Bereich zwischen Villingen und Schwenningen entstanden, eine Ansiedlung rund um das Klinikum. Herzlichen Dank an den Landrat, die Kreis- und Gemeinderäte, aber auch an die Vertreter des Klinikums und die Chefärzte für die sehr gute Zusammenarbeit. Ich fühle mich nicht wie jemand, der in den Ruhestand geht: Ich habe noch viel vor, und ich wurde reich beschenkt. Dafür bin ich sehr dankbar!"