Villingen-Schwenningen

"Ink Style": Fans lassen sich Tattoos stechen

von (flo)

VS-Schwenningen - Die von der "bedrohlichen" Farbe Schwarz dominierte Tattoomesse "Ink Style" durchzog der lieblich-süße Duft von Pop Corn: Ein Zuckerl also, allemal für jene, die sich mit ernster Absicht dem Tätowiergerät näherten.

Die Ink Style ging das zweite Mal auf dem Schwenninger Messegelände über die Bühne und war sehr ordentlich besucht, schon der Versuchsballon im Vorjahr ließ die Veranstalter Filippo La Verdé und Sabatino Montuori schmunzeln. Schauen, Eindrücke sammeln, klar! Für etliche Messebesucher schien eines aber schon im Vorfeld klar gewesen zu sein: Ein weiteres Tattoo muss her, das lasse ich mir auf der Messe stechen!

Die 70 nach Schwenningen gekommenen Tätowierer hatten auf jeden Fall genug Arbeit, 52 Aussteller wurden bei der Ink Style gezählt. Tätowierungen auf der einen Seite, Piercings auf der anderen – wer komplett ohne oberflächliche Verletzungen auskommen wollte, schaute sich das Harley Davidson Merchandising an und griff vielleicht sogar zu. Die dominierende Farbe auch hier: Schwarz. Harley und die bunte Hippiewelt samt Kultstreifen Easy Rider – es war einmal.

Novizen konnten sich auf der Ink Style ins rechte Bild rücken und informieren, die Szene wächst scheinbar unaufhörlich. Farben, Tätowiertechniken, Hygienemaßnahmen – die ganz Vorsichtigen steuerten den gut besuchten Stand des Airbrushers an. "Ich benutze Theaterfarbe, je nach Körperstelle hält diese drei bis fünf Tage", ließ ein aus dem fränkischen Bamberg in die Neckarstadt gekommener Maestro wissen. Der "Brusher" macht es sich übrigens etwas leichter, er verwendet durchweg Schablonen.

Ein Tattoo zum Maienanfang sorgte für Heiterkeit, ein junge Protagonist nahm’s mit Humor und ließ sich Folgendes auf die Haut "schreiben": "Zum Muttertag – Mama ist die Beste!" Sechs Wörter, zwei Satzzeichen. Glücklicherweise nur gesprüht, je nach Sichtweise.