Villingen-Schwenningen

Größte Halle in der Region

von Marc Eich

Er sieht das Projekt als Teil des Zusammenwachsens der Stadtteile und freut sich über einen guten Standort: Investor Thomas Kohler will im Spätherbst am ehemaligen Freizeitpark mit dem Bau einer neuen Boulder- und Kletterhalle beginnen.

VS-Villingen. Die Vorzeichen stehen – wie bereits berichtet – gut, dass Boulder- und Kletterbegeisterte zukünftig in einer neuen Halle am Klosterhof ihrem Hobby nachgehen können. "Es gibt keine Hindernisse mehr, die deutlich im Wege stehen", berichtet Investor Thomas Kohler im Gespräch mit unserer Zeitung, der mit seiner neuen Firma MonkeyCage bereits in Aschaffenburg eine Boulderhalle betreibt. Er ist nach einem Gespräch mit Vertretern der VS-Stadtverwaltung und dem Baubürgermeister Detlev Bührer optimistisch, dass die Pläne nun realisiert werden können, "auch, wenn sich die Sache etwas verzögert hat."

Wie geht es nun weiter? Zunächst will Kohler, der in Zimmern ob Rottweil Geschäftsführer eines Präzisionsdrehteile-Unternehmens ist, das 3500 Quadratmeter große Gelände am ehemaligen Freizeitpark von der Stadt kaufen, um dort ab November dieses Jahres mit den Arbeiten zu beginnen.

Bis Sommer 2018 soll hier ein 1300 Quadratmeter großes, teilweise zweigeschossiges, Gebäude mit drei verschiedenen Bereichen entstehen. 100 Quadratmeter stehen für einen rund 15 Meter hohen Kletterturm zur Verfügung, der größte Teil – etwa 900 Quadratmeter – gehört der Boulderanlage. "Der Rest ist für Sozialräume, Verwaltung und ein kleines Bistro gedacht", erörtert der Investor die Pläne der zukünftig größten Kletter- und Boulderhalle in der Region.

Bouldern im Freien

Auch für den Außenbereich gibt es Pläne. Dort will man für das Bistro eine kleine Terrasse bauen, zudem soll die Möglichkeit bestehen, bei gutem Wetter auch draußen zu bouldern. Kohler möchte darüber hinaus Slacklines zur Verfügung stellen – das Balancieren auf den Seilen sei eine Randerscheinung des Boulderns. "Hier kann man eine kleine Pause machen, die Arme entspannen und etwas für die Balance machen."

Hinsichtlich des nun definitiv ins Auge gefassten Standorts, zwischenzeitlich hatte man auch ein Gelände im Gewerbegebiet Dickenhardt und an der Helios-Arena im Blick, zeigt sich der Investor überaus zufrieden: "Das ist ein schöner Kompromiss zwischen Villingen und Schwenningen – vielleicht können wir so auch die Kluft zwischen den Stadtteilen symbolisch zusammenwachsen lassen." Zudem gefalle ihm der Blick ins Grüne.

Doch auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten habe der Standort einige Vorteile. Insbesondere die Anbindung, von der Autobahn und der Bundesstraße, sei "sehr gut", dank des geplanten Jugendkulturzentrums (JKZ) werde das Gelände auch an das ÖPNV-Netz angeschlossen.

Apropos JKZ: Hier sieht Kohler durchaus Synergieffekte. Der Sport sei zwar für die breite Masse zugänglich, "aber wir haben schon eher jüngeres Publikum." Wenn die Pläne Wirklichkeit werden, darf man sich also auf ein neues sportliches und kulturelles Zentrum in der Doppelstadt freuen.