Villingen-Schwenningen

Für flexiblere Arbeitszeiten

von Schwarzwälder Bote

Schwarzwald-Baar-Kreis. Kürzlich führte der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Rombach ein Gespräch mit Ralph Wurster, Südwestmetall-Geschäftsführer der Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau, und weiteren Vertretern des Verbandes. Inhalt des Gesprächs waren die aktuellen Entwicklungen des Wirtschaftsstandortes in der Region.

Eines der zentralen Themen des Gesprächs war das Arbeitszeitgesetz und seine notwendige Novellierung. Die Initiative von CDU-Fraktion und der Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut MdL (CDU) zielt auf eine Flexibilisierung der bestehenden Regelungen ab. So soll die tägliche Höchstarbeitszeit von bisher zehn auf zwölf Stunden erweitert werden. Gleichzeitig sinkt die mögliche maximale Wochenarbeitszeit von 60 auf 54 Stunden. Unverändert bleiben soll die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48 Stunden über einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten. Gleiches gilt für die elfstündige Ruhezeit für Arbeitnehmer. Hierzu bedarf es einer bundesrechtlichen Änderung, die als Bundesratsinitiative eingebracht werden soll. "Es ist für viele Branchen wichtig, eine Flexibilisierung der maximalen Arbeitszeit pro Tag zu erreichen. Die bisherigen strikten Regeln behindern Unternehmen, Gastronomen und Gewerbetreibende insoweit, dass sie ihre üblich angebotenen Dienstleistungen nicht erbringen und Arbeitsabläufe nicht darstellen können. Gerade bei Spitzen in der Auslastung laufen wir Gefahr, den Firmen im Land das Wasser abzugraben. Aber auch Arbeitnehmer wünschen sich eine stärkere Flexibilisierung ihrer Arbeitszeit. Wir brauchen also eine Flexibilisierung. Zudem sollten wir in der Debatte uns auch mit der Frage der Bürokratisierung und Dokumentation beschäftigen", so Rombach MdL. Wurster ergänzte: "Starre tägliche Höchstarbeitsgrenzen oder eine zusammenhängende Ruhezeit von elf Stunden passen einfach nicht mehr zu den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft. Mit einem Arbeitszeitgesetz, das aus der Zeit von Telex und Wählscheibe stammt, werden wir das Rennen um die Digitalisierung jedenfalls nicht gewinnen" Karl Rombach erklärte: "Unsere Region hat viele tolle Unternehmen und Marktführer in ihrem jeweiligen Bereich. Es gilt, für diese Unternehmen die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen, und die Attraktivität und Stärke der Region weiterzuentwickeln. Starke Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und damit eine Zukunft für die Menschen vor Ort."