Villingen-Schwenningen

Ein Stadtlauf der Superlative

von Birgit Heinig

VS-Villingen - Ehrgeizig drehten die Läufer beim Stadtlauf am Sonntagnachmittag ihre Runden in der Villinger Innenstadt. Erstmals waren alle Startnummern bereits vor dem Veranstaltungstag verkauft.

Das war ein Villinger Stadtlauf der Superlative. Das Wetter passte, die Zuschauer waren begeistert, die zahlreichen Musikkapellen am Wegesrand machten Stimmung und die Verpflegung war gut. Das Beste aber war der erneute Teilnehmerrekord von fast 2800 Läufern, die damit 19 000 Euro für karitative Zwecke einliefen.

Zum ersten Mal konnte man sich am Lauftag selbst nicht mehr anmelden. "Nichts geht mehr", hieß es von Seiten der Organisatoren vom Caritasverband Schwarzwald-Baar und der Volksbank Schwarzwald-Baar-Hegau. Die Masse der kleinen und großen Läufer, Walker, Kinderwagenschieber und Rollstuhlfahrer passte gerade so auf den 2,2 Kilometer langen Rundkurs mit dem Riettor als Start- und Zielpunkt.

Dort wurde – zum ersten Mal von den in Sachen Rennauswertungen erfahrenen Brüdern Kai und Rick Sauser – Runde um Runde über einen am Läuferschuh befestigten Chip gezählt. Mit 15 888 Runden sowie 3044 badischen Meilen (das sind vier Runden) schaffte die Rekordzahl der Teilnehmer – darunter auch ein Team des Schwarzwälder Boten – den von der Volksbank berappten Rekordbetrag von 18 932 Euro zu Gunsten des von der Caritas geführten Inklusionsbetriebs "Fohrenhof" in Unterkirnach, in dem zehn Menschen mit Behinderung in Lohn und Brot stehen. "Eine tolle Leistung", strahlte Caritas-Geschäftsführer Michael Stöffelmaier, der mit seiner Enkeltochter selbst am Lauf teilnahm. Auch Joachim Straub, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, ließ es sich nicht nehmen und umrundete den Stadtkern mit Walking­stöcken.

Landrat Sven Hinterseh und Oberbürgermeister Rupert Kubon waren ebenso unter den Läufern auszumachen. Henry Greif moderierte das Geschehen und begrüßte unter anderen eine Abordnung des städtischen Behindertenbeirates, die sich trotz Handicap auf den Weg gemacht hatte, um zu zeigen: "Wir gehören dazu".

Die Zuschauer, sitzend in den Straßencafés oder stehend entlang der Häuserzeilen, waren begeistert und feuerten die Läufer frenetisch an.

Aus Villingen waren die "Schalmeien" und die Guggenmusik "Hättä Lila" zur Unterstützung der Läuferschar wieder dabei, aus Leipferdingen kamen die Guggenmusiker "Undersibersi", aus Sunthausen die SAM-Band, aus Niedereschach der Musikverein Harmonie, aus Göschweiler die Trachtenkapelle, und auch der Musikverein Hausen vor Wald hatte sich auch auf den Weg gemacht.

Der Ski-Club Villingen sorgte in bewährter Weise für die Verpflegung der Läufer und Zuschauer auf dem Osianderplatz.

Einen farblichen Akzent setzten die vielen grünen Trikots. Rund 500 Läufer waren am Sonntag mit den Laufshirts der Epona GmbH auf der Stadtlaufstrecke unterwegs. Die größte Gruppe war im Übrigen die Goldenbühlschule, die gemeinsam mit dem Turnverein Villingen 421 Läufer an den Start brachte.