Villingen-Schwenningen

DFB-Pokal: FC 08 feiert ein Fußballfest

von Marc Eich

Villingen-Schwenningen - So etwas hat die Stadt schon sehr lange nicht mehr erlebt: Das DFB-Pokalspiel des FC 08 Villingen gegen Fortuna Düsseldorf entpuppte sich als wahres Fußballfest.

Es ist 14.59 Uhr, als sich Stadionsprecher Domenic Liebing eine halbe Stunde vor Spielbeginn mit einer außergewöhnlichen Bitte an die Zuschauer in der MS Technolgie-Arena wandte: "Bitte rücken Sie zusammen, draußen warten noch sehr viele Menschen!" Am Ende werden es fast 9000 Fußballfans aus der gesamten Region und der Rheinmetropole sein, die für eine Wahnsinns-Kulisse im Frieden­grund sorgten.

Und diese erlebten eine vom FC 08 Villingen perfekt organisierte Veranstaltung. Gemeinsam mit vielen Helfern bewältigte man den riesigen Ansturm auf den Friedengrund. Es erwies sich dabei als Clou, auch festerprobte Villinger Vereine mit ins Boot zu holen – denn an den zahlreichen Versorgungsständen flutschte es.

Die Zuschauer durften beobachten, wie im Vorfeld der Partie die Sportfliegergruppe aus Schwenningen mit einem perfekten Fallschirmsprung auf dem satten Grün der herausgeputzten Arena den Ball des Spiels einflogen. Markus Dold und Gerhard Storz, der Vorstand der Abteilung Fallschirmspringen, waren es, die unter Applaus der Fans das runde Leder nach einem Absprung aus 900 Metern sicher zu Boden brachten. Für passende Unterhaltung sowie Staunen und Begeisterung sorgte außerdem der Fußball-Freestyler Patrick Bäurer aus Blumberg mit seinen Kunststücken.

Die Fans des FC 08 Villingen hatten im Vorfeld des Spiels derweil keine Mühen gescheut, um beim Einlauf der beiden Mannschaften einen echten Hingucker zu präsentieren. Rund 20 Stunden hatten die Anhänger der "Bregada Foresta Nera" an ihrer Choreo gearbeitet: Sie zeichneten ein riesengroßes Transparent mit der Skyline von Villingen, in welches das Logo des Vereins eingebaut wurde. Villinger und Düsseldorfer erlebten schließlich gemeinsam einen spannenden Pokalfight über 120 Minuten, bei dem die Gastgeber am Ende mit einem 1:3 nach Verlängerung den Kürzeren ziehen mussten.

Doch Trübsal blasen war angesichts der bundesweiten Werbung für die Stadt keineswegs angesagt. Vielmehr feierten die Anhänger des Bundesligisten gemeinsam mit Villinger Fans anschließend noch in der Innenstadt.