Villingen-Schwenningen/Berlin

Jasmin Bartels feiert Debüt als Filmdarstellerin

von Tatsiana Zelenjuk

Villingen-Schwenningen/Berlin - Ihr Handwerk hat die Villingerin Jasmin Bartels in Hamburg und Köln gelernt, in mehreren TV-Produktionen hat sie als Schauspielerin und Stuntfrau mitgewirkt. Nun startet sie mit dem Thriller "Steig. Nicht. Aus!" als Kinodarstellerin durch – ab Donnerstag auf der großen Leinwand zu sehen.

Eine ausgebildete Schauspielerin, die gleichzeitig im Stunt-Bereich aktiv unterwegs ist. "Diese Mischung ist bei Frauen selten", weiß Jasmin Bartels. Der 26-jährigen Villingerin öffnet es viele Türen – und sie kann sich nichts Schöneres vorstellen, als ihre beiden großen Leidenschaften zu vereinen.

Auch am Set für den Thriller "Steig. Nicht. Aus!" war das wieder möglich, sagt Jasmin Bartels. Der Film, der ab dem kommenden Donnerstag in den deutschen Kinos anläuft, bietet viele Action-Szenen und Verfolgungsjagden –­ für die Villingerin genau das richtige Genre.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Familienvater, gespielt von Wotan Wilke Möhring, der von einem Bombenleger erpesst wird; seine beiden Kinder sitzen mit im Auto. Der Vater soll vom Auto aus eine große Summe Geld besorgen. Wenn er aussteigt, wird eine unter dem Sitz versteckte Bombe explodieren. Gleichzeitig verdächtigt ihn seine Ehefrau, dass er die Kinder entführt hat, und ruft die Polizei auf den Plan.

Bartels’ Charakter, eine SEK-Beamtin, versucht, die Kinder zu befreien, und ist voll in die Action mit eingebunden. "Es ist zwar eine Nebenrolle, aber sie ist für die Handlung sehr wichtig", erklärt die Villingerin. Sie spricht von einer intensiven Vorbereitungszeit: "Um einen guten Job abzuliefern, musste ich sehr konzentriert arbeiten." Einzelne Film-Ausschnitte hat sie bereits gesehen. "Nun bin ich sehr gespannt, wie der finale Schnitt aussieht", sagt Bartels.

Wie fühlt es sich denn an, mit bekannten Schauspielern wie Wotan Wilke Möhring, Hannah Herzsprung und Christiane Paul vor der Kamera zu stehen? "Die Zusammenarbeit hat super geklappt und hat sehr viel Spaß gemacht", sagt die 26-Jährige. In der Mittagspause habe man auch mal gemeinsam gegessen und über private Dinge gesprochen – größenwahnsinnig macht sie diese Erfahrung aber auf keinen Fall. Bartels sei es wichtig, dass sie weiterhin "die normale Freundin von nebenan" bleibt. "Ich möchte keinen Sonderstatus, auch wenn mein Beruf mehr in der Öffentlichkeit steht als andere", macht sie klar. Sie freue sich auch über kleine Rollen: "Man lernt immer was dazu."

In der Zukunft will Bartels ihren Fokus mehr auf das Schauspiel legen. "Die Stunt-Arbeit ist sehr schön, bringt einen aber körperlich schon oft an seine Grenzen", weiß sie. Doch auch das Schauspiel sei richtig hartes Brot, sagt sie. "Es ist nicht so, wie manche sich vorstellen, dass man in Geld schwimmt und ein tolles Leben hat, in dem alles easy ist", macht die 26-Jährige klar. "Den Text auswendig zu lernen ist eigentlich das Kleinste, dahinter steckt viel mehr Arbeit."

Trotzdem brennt sie für ihren Beruf, dessen Vielseitigkeit sie immer wieder aufs Neue fasziniert: "Wenn ich vor der Kamera stehe und in verschiedene Rollen schlüpfe, ist es ein ganz besonderes Gefühl."

Seit einigen Monaten ist Bartels nach längeren Stationen in Hamburg und Köln wieder fest in Villingen zu Hause. "Ich bin sehr heimatverbunden, ich habe Familie und Freunde hier. Und arbeiten kann ich ja auch von Villingen aus", meint sie. Für die Zukunft hat die 26-Jährige vieles vor. "Ich kann nicht viel verraten, aber im Sommer steht ein ganz tolles Projekt an, auf das ich mich jetzt schon sehr freue." Ihr großer Traum sei die Rolle einer "Action-Powerfrau", die auch spektakuläre Stunts spielend bewältigt – so eine Art Angelina Jolie aus dem Schwarzwald. "Für mich als Action-Fanatikerin wäre es wirklich eine perfekte Rolle", ist sie überzeugt.