Villingen-Schwenningen

Bäume sind weg, die Straße ist dicht

von Michael Pohl

Es geht wieder los: Auf der Baustelle am Marktplatz beginnt der nächste Abschnitt. Am Dienstagmorgen wurden 13 Bäume gefällt und im Laufe des Tages dann die Zufahrt über die Sturmbühlstraße gesperrt.

VS-Schwenningen. Der eine oder andere Autofahrer war etwas irritiert, dass die Baumfällarbeiten der Firma Niefer Baumpflege mit großem Gerät bei laufendem Verkehr stattfand. Langsam schlichen die Autos über die am Boden liegenden Äste von der Sturmbühlstraße kommend in Richtung Markplatz. "Wir fällen insgesamt 13 Bäume und dann sind wir auch schon wieder weg", sagte einer der Mitarbeiter der Baumpflege-Firma am Dienstagmorgen.

Parallel dazu wurde, wie angekündigt, die Fahrtrichtung in der Rathausstraße geändert. Die Einbahnstraßen-Regelung in Richtung Winkelstraße ist vorerst aufgehoben. Das ist vor allem notwendig, da das Linksabbiegen von Auf der Lehr in Richtung Marktplatz nicht mehr möglich ist. Wer also auf der Spittelstraße aus Richtung Deutenberg unterwegs ist und in Richtung Busbahnhof möchte, muss bereits an der Ecke Winkelstraße abbiegen.

Ebenso müssen sich alle Verkehrsteilnehmer an der Ecke Marktstraße/Rathausstraße umstellen. Hier ist Rechtsabbiegen, wie schon im vergangenen Sommer, verboten. Es geht nur noch geradeaus Richtung Marktplatz, oder links am Rathaus vorbei in Richtung Busbahnhof.

Was wird gemacht?

Bis Anfang Mai wird die Kanalisation in den Bereichen Marktplatz, Bildackerstraße und Sturmbühlstraße erneuert. In diesem Zeitraum bleibt die Durchfahrt Sturmbühlstraße entlang des Marktplatzes in Richtung Kirchstraße gesperrt und die zuvor beschriebene Verkehrssituation beibehalten. Im nächsten Schritt wird auf der Kreuzung Dauchinger Straße/Spittelstraße der Kreisverkehr gebaut. Dazu wird es laut Straßenbauamt eine Änderung der Verkehrsführung geben und der Durchgangsverkehr im Kreuzungsbereich wird gesperrt. Anschließend, so heißt es in der Anwohner-Information, soll der neue Parkplatz in der Sturmbühlstraße eingerichtet werden. Die Gesamtmaßnahme soll laut Plan Ende 2018 beendet sein.

Info kommt wieder spät

Weniger verwundert, als vielmehr belächelt wurde von den umliegenden Geschäftsinhabern die verspätete Information der Stadtverwaltung, dass die Bauarbeiten fortgesetzt werden. Am Montagabend um kurz vor 18 Uhr verteilte ein städtischer Mitarbeiter die Handzettel mit dem Hinweis, dass "am Montag, 12. März mit dem dritten Bauabschnitt begonnen" wird. "Die Bauarbeiter waren die Tage mal da und deshalb bin ich auf dem aktuellen Stand. Aber sonst hätte ich bis heute Morgen nicht gewusst, dass es weitergeht", sagte eine Mitarbeiterin der Backkultur am Dienstag.

Mit bangen Blicken schaut auch Birgit Messner vom "Casa Moda" auf die kommenden Monate: "Das wird eine Katastrophe, direkt vor der Haustüre." Sie mache am kommenden Sonntag (verkaufsoffener Sonntag) auch erst gar nicht auf. "Da läuft keiner über die Baustelle und wenn, dann hätte ich den ganzen Dreck im Haus", ärgert sie sich. Lobende Worte findet sie allerdings für die Bauarbeiter: "Wir sind stets in regem Austausch und die sind alle sehr nett und erklären ihr Vorgehen."

Apropos Information: Während des gesamten Bauabschnitts ist das "offene Bürgerbüro" im Baucontainer am Marktplatz immer donnerstags zwischen 13.30 Uhr und 14 Uhr geöffnet. Hier wird das Baustellenteam für Fragen zur Verfügung stehen, teilt die Stadt mit.

Der dritte Bauabschnitt der Marktplatz-Neugestaltung hat begonnen, und wieder ist die Anwohnerinformation Thema. Nach den Querelen der vergangenen Monate ist es der städtischen Abteilung Straßenbau erneut nicht gelungen, die Anlieger rechtzeitig über die mittlerweile laufenden Maßnahmen zu informieren. Erst am Montagabend, kurz vor 18 Uhr, verteilte ein städtischer Mitarbeiter die Handzettel an die Geschäfte und Haushalte. Die Info: "Am Montag beginnt der nächste Abschnitt." Die meisten von ihnen erfuhren also am Dienstag, dass die Bauarbeiten am Vortag begonnen hatten. Zwar gab es am 20. Februar eine Bürgerinformationsveranstaltung und diverse Ankündigungen in der Presse. Doch würden die Beschwerden der Vergangenheit ernst genommen, hätten sich die Verantwortlichen dieses Mal bemüht, zeitiger dran zu sein – allein um des Friedens Willen.