Villingen-Schwenningen

Ab Sommer geht’s rund: IMS Gear im Plan

von Marc Eich

Villingen-Schwenningen. Ab Sommer geht’s im neuen Industrie- und Gewerbegebiet Salzgrube rund: Dann ist der Produktionsstart im neuen IMS Gear-Werk geplant. Die Arbeiten laufen laut Angaben des Unternehmens nach Plan.

Schon von weitem ist nun sichtbar, wer die riesige Halle im Zentralbereich zwischen Villingen und Schwenningen – gegenüber des ehemaligen Familienfreizeitparks – für sich nutzen wird. Denn seit einigen Tagen prangt das Logo des namhaften Automobilzulieferers am ersten Werk in Villingen-Schwenningen. Nach dem Spatenstich auf dem 37 000 Quadratmeter großen Gelände im vergangenen Mai schreitet die Produktionsstätte mit großen Schritten in Richtung Bezug. "Die Roharbeiten sind mittlerweile abgeschlossen, seit Mitte Januar läuft der Innenausbau", berichtet IMS Gear-Pressesprecher Thomas Schröter auf Anfrage unserer Zeitung.

Derzeit werden Haus- und Prozesstechnik installiert. Dazu zählen laut Schröter Druckluftsystem, Kühlwasserversorgung, Belüftung, Heizung, Abluftsysteme sowie Elektrotechnik. Auch sind bereits die Arbeiten an der Außenanlage in Gange. Dort entstehen neben 220 Parkplätzen auch 45 Zweirad-Stellflächen. Im Sommer soll, so ist es geplant, der Innenausbau schließlich abgeschlossen sein. Schröter: "Dann werden die Produktionsflächen sukzessive mit Maschinen und Anlagen bestückt." Parallel dazu soll das so genannte "Finish" der Haustechnik erfolgen, um diese auf die Produktionsabläufe einzurichten.

Anschließend sollen die so genannten Business Units – laut IMS Gear sind dies kleine, unternehmerisch geführten Einheiten, zur Herstellung von Produkten – aus Donaueschingen und Trossingen nach VS umziehen. Zur Verfügung steht hierbei eine Produktionsfläche von 12 000 Quadratmetern. "Der Produktionsstart im neuen Werk erfolgt stufenweise, setzt im Sommer ein und wird bis zum Jahresende abgeschlossen sein", erklärt der Unternehmenssprecher. Ein Termin für die Einweihung steht indes noch nicht fest.

IMS Gear will in dem neuen Werk 200 Mitarbeiter einsetzen, hierbei ist der Automobilzulieferer noch auf der Suche nach neuen Kräften. "Wir verfügen aktuell über eine ganze Reihe an offenen Stellen, insbesondere im technischen Bereich", erklärt Schröter.

Man hat jedoch auch schon eine Erweiterung in Blick – dies war bereits bei der Verkündung der Neuansiedlung in VS ein Thema. Neben der jetzigen Halle soll bis 2020, so die Pläne, baugleich eine weitere Halle erstellt werden. Mittelfristig könnte sich IMS ­Gear somit auf knapp acht Hektar ausbreiten. Damit jedoch noch nicht genug: Im Anschluss ist sogar der Bau einer dritten Produktionsstätte geplant.

Allerdings beschränkt sich das Unternehmen bislang auf den Bau der aktuellen Halle. "Wir haben zwar ent­sprechende Flächen optioniert, konkrete Planungen für ein weiteres Werk in Villingen-Schwenningen gibt es derzeit allerdings nicht", so der Sprecher.