Villingen-Schwenningen

40 Jahre meisterhaftes Handwerk

von Schwarzwälder-Bote

Schwarzwald-Baar-Kreis (bn). Vier Jahrzehnte lang den Meistertitel gelebt zu haben, verdiene Anerkennung – darin waren sich alle Gratulanten bei der Ehrung zum "Goldenen Meisterbrief" einig. 39 Meister und zwei Meisterinnen in 17 Berufen haben vor 40 Jahren ihre Titel erlangt. Handwerkskammerpräsident Gotthard Reiner und Kreishandwerksmeister Bernd John überreichten die Urkunden, Oberbürgermeister Rupert Kubon und der Erste Landesbeamte des Kreises, Joachim Gwinner, gratulierten.

Die "verdienten Repräsentanten des Handwerkes" seien als Dienstleister und Produkthersteller dem schnellen Wandel stets mit kreativer Anpassung begegnet, lobte John und konstatierte die Verschiebung politischer Gewichtung nach der Bundestagswahl. Demographie und Digitalisierung bleiben indes die Herausforderungen, die es als Chance zu begreifen gelte, so John. Zu kämpfen haben die kleinen und mittleren Handwerksbetriebe in ihren Fuhrparks mit dem Dieselskandal und, sofern sie ausbilden, mit den in der Vergangenheit zögerlichen Berufsschullehrereinstellungen.

"Auf das Handwerk ist Verlass", lobte Gwinner. Die fachliche, unternehmerische und pädagogische Kompetenz der goldenen Meister schlage sich in 2600 klein- und mittelständischen Betrieben im Schwarzwald-Baar-Kreis mit derzeit 800 Auszubildenden nieder. Der OB zollte den Jubilaren "Respekt vor Ihrer Lebensleistung" und lobte das Handwerk für eine wichtige Integrationsarbeit, die mit Praktika für und bei der Ausbildung von Flüchtlingen geleistet werde. 180 solcher Ausbildungsverträge wurden im Kammerbezirk Konstanz abgeschlossen, ergänzte Reiner. "Damit sind wir führend in Baden-Württemberg". Auch Dank der "Persönlichkeiten, die den heutigen Erfolg des regionalen Handwerks einst mitbegründeten", richtete er sich an die Goldenen Meister, die als Vorbilder für den Nachwuchs diesen motivieren möge, ihren Berufsweg doch weniger zaghaft zu beschreiten.

Diversen Gewerken gehören die Geehrten an

Augenoptiker: Marianne und Dieter Olbrich (Donaueschingen). Dachdecker: Bernd Nalichofski (VS). Elektroinstallateur: Günter Bildhauer (Königsfeld), Edgar Faller (Triberg), Roland Fischer (Hüfingen). Fleischer: Franz- Josef Bäurer (Donaueschingen), Hans-Jörg Ganter (VS). Fotograf: Norbert Kessler (Triberg). Friseur: Dubravka Riedel (Dauchingen), Sieglinde Spiegelhalter (Furtwangen). Gas- und Wasserinstallateur: Bernd Heim (Niedereschach), Christoph Kempf (Hornberg), Klaus Rebholz (St. Georgen). Konditor: Norbert Dumberth (VS), Udo Möbius (Freudenstadt). Kraftfahrzeugsmechaniker: Manfred Bösinger (St. Georgen), Winfred Markert und Erwin Ummenhofer (VS), Herbert Schönborn (Königsfeld). Maler und Lackierer: Walter Bertsche (Dauchingen), Hans Fleischmann, Gerhard Ummenhofer (VS), Siegfried Grossholz (Bräunlingen), Werner Kohler (Tuningen), Martin Spath (Schönwald). Maurer: Werner Schultz, Alfred Schwander (VS). Metallbauer: Jean Paul Baert (Wittnau), Theobald Effinger (Brigachtal), Peter Haller (Königsfeld). Raumausstatter: Otfried Federle (Blumberg), Peter Link (Niedereschach). Schreiner: Günter Gleichauf (Blumberg), Rudolf Huber (DS-Pfohren), Roland Schweizer (Bad Dürrheim). Werkzeugmacher: Wolfgang Wehrle (Gütenbach), Heinz Weiner (Blumberg). Zentralheizungs- und Lüftungsbauer: Albert Liebert (Hüfingen), Friedrich-Wilhelm Nussberger (Stühlingen). Zimmerer: Reinhold Mayer (Hüfingen).