Villingen-Schwenningen

08-Spieler können auch gut Billard

von Birgit Heinig

VS-Villingen - Kleine Auszeit nach dem Aufstieg – die Spieler des FC 08 Villingen verbrachten einen Abend in der Billard-Lounge von Florian Hayn.

Ausnahmsweise nach nur einer Stunde Training auf dem Platz, frisch geduscht und hungrig, nahm ein rundes Dutzend Kicker die Einladung erfreut an.

"Tolle Sache – das ist mal was anderes", freute sich Trainer Jago Maric für seine Jungs und hatte selbst auch großen Spaß an der Abwechslung mit verschwindend geringem ­Verletzungsrisiko.

"Kugeln sind auch Bälle", meinte dagegen Corinna ­Felgenhauer. Die Schwiegertochter von Lieblingsbetreuer Werner "Felge" Felgenhauer arbeitet in der Lounge im Gebäude von einstmals Spritzguss-Burger hinter der Theke und hatte die Idee zu der Einladung. "Als Belohnung und damit sie eher mit dem Kopf als mit den Beinen arbeiten müssen", erklärte sie lachend.

Kickern fehlt es an nichts

Unterstützt wurde sie von ihrem Mann Markus, der wie sein Vater auf dem Fußballplatz ein leidenschaftliches "Mädchen für alles" ist und dafür sorgte, dass es seinen Kickern auch rund um die Billardtische an nichts fehlte.

Mit Restadrenalin vom Aufstiegsjubel im Blut waren die glücklichen Oberligisten ­bester Laune, griffen sich die Queues und machten sich über die bunten Kugeln her. Immer in der Nähe hielt sich Jan Wagner vom Billardverein VS auf, der selbst seit sechs Jahren spielt und für Fragen rund um das Spiel parat stand.

Doch Fußballer können auch Billard. Diesen Eindruck hinterließ auf jeden Fall der aufgekratzte Offensivspieler Turan Sahin, der mit Getöse so manche Kugel versenkte und für Stimmung sorgte. Etwas ruhiger angehen ließ es dagegen Stjepan Geng, der das Treiben erst einmal aus der Ferne betrachte, dann aber ebenfalls zum Queue griff. Konzentriert bei der Arbeit war Gianluca Serpa, ebenso wie Torjäger Nedzad Plavci, der Damian Kaminski das Spiel erklärte und frozzelte: "Kennt man das in Polen nicht?" Doch sobald der Stürmer sein Handy aus der Hand gelegt hatte, war er nicht mehr zu bremsen und lehrte Tobias Weißhaar und Frederick ­Bruno das Fürchten.

"Das ist doch kein Sport", maulte nebenan Dragan Ovuka, der sich ein Match mit Kapitän Benedikt Haibt lieferte, der das wiederum grinsend mit "Not gegen Elend" betitelte. Torwart Daniel Miletic ließ es dagegen gemütlich angehen: Er spielte lieber Dart.