Viele Unfälle

Neuschnee bringt Verkehr durcheinander

von dpa/lsw
Boxberg - Der Winter sorgt im Südwesten weiter für Verkehrsbehinderungen: Bis zum Mittag kam es am Donnerstag in Baden-Württemberg in Folge von Schnee und Eis zu fast 200 Unfällen und 600.000 Euro Schaden. Getötet wurde dabei nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart niemand. Allerdings wurden einige Menschen bei den Unfällen verletzt. Steckengebliebene Fahrzeuge sorgten vielerorts für Stau und Behinderungen. Am Nachmittag hatte sich nach Polizeiangaben die Verkehrslage im Land weitgehend wieder beruhigt.

Die Autobahn 81 wurde bei Ahorn (Main-Tauber-Kreis) wegen eines querstehenden Lastwagens stundenlang gesperrt. Auf der selben Autobahn kam bei Stuttgart ein Gemüselieferwagen von der Straße ab und überschlug sich mehrfach. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Beim Zusammenstoß zweier Autos zwischen Schönaich und Waldenbuch (Kreis Böblingen) wurden zwei Kinder leicht verletzt. In der Nähe von Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) wurden bei einem missglückten Überholmanöver drei Menschen verletzt. Dort war ein 27-Jähriger beim Überholen mehrerer Lkw mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen. Die Polizei bezifferte den Schaden auf 60.000 Euro.

Die Mannheimer Straßenbahnlinie 5 blieb wegen einer vereisten Weiche stecken. Die Züge hatten nach Angaben der Rhein-Neckar-Verkehr-Gesellschaft bis zu einer halben Stunde Verspätung.

Am Stuttgarter Flughafen kam es zu Verspätungen und Flugausfällen bei Maschinen von und nach Berlin, Bremen und Frankfurt, sagte ein Flughafensprecher.

Auch in der benachbarten Schweiz behinderte der Schneefall den Verkehr. Am Zürcher Flughafen kam es zu Verspätungen, die bis zu 45 Minuten dauerten. Ausfälle gab es aber nicht. Betroffen waren nach Flughafenangaben vor allem Langstreckenflüge. Im Kanton Zürich gab es rund zwei Dutzend wetterbedingte Unfälle, aber keine Verletzten.

Das Wetteramt warnte weiter vor Schneeverwehungen und Windgeschwindigkeiten bis zu 60 Stundenkilometern in höheren Lagen. Baden-Württemberg liege immer noch im Einflussbereich eines Tiefdruckgebiets über der Ostsee. Größere Neuschneemengen wurden jedoch vorerst nicht erwartet.