Unterkirnach

Stimmungsvolle Atmosphäre mit Aussicht

von Hella Schimkat

Altbürgermeister Gerold Löffler ist vor drei Jahren nicht nur auf den Hund gekommen, er hat auch bei langen Spaziergängen mit seiner Parson-Russell-Hündin Kitty alle Wanderwege rund um Unterkirnach erkundet und dabei seinen Lieblingsplatz gefunden

Unterkirnach. "Am liebsten fahre ich mit dem Auto und Kitty – sie hat einen richtigen Prinzessinnenplatz im Beetle – zum Parkplatz oberhalb von Breitbrunnen, dann geht es los", erklärt er. Von dort aus führt ein schöner langer Weg mit herrlicher Aussicht am Wald entlang, parallel zum Moosloch – und wieder zurück. "Wir sind dann eine Stunde unterwegs, das ist sehr erholsam", sagt Löffler. Der Waldweg sei sehr stimmungsvoll und oft sei er mit seiner Hündin alleine dort, niemand begegne ihm, fährt er fort.

Kitty habe er immer angeleint, an einer acht Meter langen Leine habe sie genügend Auslauf, und da sie sich, sollte ihnen mal ein größerer Hund begegnen, größer fühle, als sie wirklich sei, könne er schnell die Leine einholen und vermeiden, dass sie sich überschätze, sagt Löffler schmunzelnd.

Die langen Spaziergänge sind nicht nur gut für Kitty, auch Löffler fühlt sich bedeutend gesünder. "Ich habe abgenommen und fühle mich fit", betont er. Er habe durch seine Hündin die Natur besser kennen- und schätzengelernt, erklärt der Altbürgermeister. Auf die Frage, ob Kitty sich für Tiere im Wald interessiere, meint er, wenn sie Nager höre, dann bleibe sie stehen und horche, das könne dauern, meint der Chef am Ende der Leine. Früher hätten die Ärzte ihm immer wieder geraten, sich mehr zu bewegen, aber ohne Hunde habe er keine Lust gehabt. Er betont, dass Kitty ihm regelrecht Beine gemacht habe.

Auf die Frage, wie er auf die Rasse Parson-Russell gekommen sei, antwortet Löffler: "Meine Schwiegermutter hat einen Parsel-Russell, er heißt Barclay und ist der Vater von Kitty". Da ihm und seiner Familie die Rasse sehr gut gefallen habe, habe er nach einigen Kennenlernbesuchen bei der Züchterin in Freiburg die Hündin gekauft und ihr den Schwarzwald gezeigt. Seine Schwiegermutter sei oft auf Besuch in Unterkirnach und Kitty und Barclay würden sich gut verstehen, besser könne es nicht sein.

Doch der Ausgangspunkt Breitbrunnen ist nicht der einzige Feld- und Waldweg, der Löffler und Kitty gefällt. Zusammen mit Frau Barbara unternehmen die Beiden auch größere Spaziergänge um Schönwald, Pfaffenweiler und Donaueschingen herum und auch im Stockwald sind sie oft unterwegs.

"Es hätte für mich nicht besser kommen können"

Selbstverständlich werde auch der Urlaub jetzt Hund- und Wanderweggerecht ausgesucht: "Es hätte für mich nicht besser kommen können", betont Löffler. Da seine Frau Barbara ganztags arbeitet und Löffler den Haushalt führt, kann er sich die Spaziergänge einteilen. Zweimal am Tag unternehme er mit Kitty lange Spaziergänge. Zuerst gehe es frühmorgens los, anschließend würde Kitty noch einmal ein Schläfchen einlegen, nach dem Mittagessen komme dann der große Spaziergang, erzählt Löffler.

Und wenn er zum Einkaufen fährt, nimmt er Kitty natürlich mit. Sie wartet dann im Auto und wenn Herrchen ohne Leckerli vom Einkauf zurückkommt, erntet er schon einmal einen strengen Blick. "Da bringe ich doch lieber etwas mit", sagt er schmunzelnd.