Triberg

Neues Gerätehaus ist ein dringliches Thema

von Lukas Nagel

Die Feuerwehr ist rund um die Uhr einsatzbereit. Das erklärte Kommandant Jens Wallishauser bei der Hauptversammlung. 66 Einsätze galt es im Jahr 2017 zu bewältigen. Thema war auch der Bau eines neuen Gerätehauses in der Schwendistraße.

Triberg. Als historisch wichtiges Datum bezeichnete Gesamtkommandant Jens Wallishauser den 4. Oktober 2017, an dem in einer Sitzung des Gesamtausschusses mit Bürgermeister Gallus Strobel die Entscheidung fiel, dass nur ein Gerätehaus für die Abteilung Triberg gebaut werde. Diese sei notwendig geworden, "nachdem alle Versuche gescheitert waren, eine Gesamtlösung für zwei oder gar drei Abteilungen zu erzielen", erklärte Wallishauser seinen Kameraden. Deshalb laufe jetzt eine Machbarkeitsstudie zum Neubau eines Gerätehauses am bisherigen Standort in der Schwendistraße.

Wallishauser hofft nun auf eine baldige Anhörung im Stadtrat, sodass ein Bauausschuss gebildet werden kann, der gemeinsam mit einem Architekten ein funktionales und für die Stadt bezahlbares Gerätehaus für die Abteilung Triberg konzipieren soll. Dabei setzt sich Wallishauser große Ziele: "Wir müssen eine Lösung finden, die auch noch in 50 Jahren passt". Der Kommandant bat die Mitglieder um Sachlichkeit und Kompromissbereitschaft, denn aufgrund der Grundstücksgröße und des Baches könnten nicht alle Vorstellungen umgesetzt werden.

Wallishauser blickte aber auch auf das vergangene Jahr zurück, das für die Abteilung Triberg besonders im Zeichen der Inbetriebnahme des neuen Tanklöschfahrzeugs stand, das zum ersten Mal bei einem Brand in einem Holzspänesilo der Uhrenfabrik Hubert Herr zum Einsatz kam. Auch zu einem Großbrand in Niederwasser musste die Triberger Wehr ausrücken, doch beim Eintreffen der Einsatzkräfte sei der über 300 Jahre alte Oberhippensbachhof bereits nicht mehr zu halten gewesen. Insgesamt waren es 66 Einsätze sowie 48 Übungstermine, die die Mitglieder der Wehr 2017 auf den Plan riefen, wie Wallishauser weiter berichtete.

Die Ausrüstung der Feuerwehr befinde sich auf einem zeitgemäßen Stand. Nur einzelne Erneuerungen von Teilen der Ausrüstung im Bereich Absturzsicherung und Personenrettung stünden unumgänglich bevor.

Kritik gab es vom Kommandanten zur Entscheidung der Stadtverwaltung, abgelaufene Vollschutzanzüge nicht zu erneuern. Wallishauser gab zu bedenken, dass seine Abteilung im Falle von Gefahrengutunfällen weder retten noch erkunden könne und auf die Ankunft des Gefahrengutzugs aus Donaueschingen angewiesen sei, der eine Anfahrtszeit von 45 Minuten habe.

Erfreut zeigte sich Wallishauser über das Engagement von Dieter Harter, der zusätzlich zum Bauhof die Pflege der Ausrüstung übernommen habe. Zudem stellte der Kommandant zufrieden fest, dass die Einsatzerfassung mit einer neuen Software nach anfänglichen Schwierigkeiten gut laufe. Schriftführer Martin Schätzle ergänzte Wallishausers Ausfühurngen und berichtete von zahlreichen Proben, Besprechungen aber auch kameradschaftlichen Terminen, wie der Bewirtung des Kurhauses während des großen Narrentreffens zusammen mit der Stabhalterei Freiamt, die auch der Kameradschaftskasse von Hans-Peter Schätzle Einnahmen von 6000 Euro einbrachte.18 Mitglieder kann die Jugendfeuerwehr vorweisen, wie Amely Schätzle erläuterte. Um die Jugendarbeit zu unterstützen, bat Lea Dold die Versammlung um Spenden für die Jugendgruppe der Wehr, während Obmann Ralf Mauscherning über die Aktivitäten der Altersmannschaft sprach.

Bürgermeisterstellvertreter Klaus Wangler (CDU) sagte den Aktiven der Wehr weiter die Unterstützung der Stadt zu. "Manche von ihnen sind mehr als dreimal pro Woche für die Allgemeinheit unterwegs", lobte er, mahnte aber zu noch mehr gemeinsamem Denken der einzelnen Abteilungen, während sich sowohl Polizeihauptkommissar Udo Littwin als auch Uwe Böttcher vom DRK für die gute Zusammenarbeit bedankte.

Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Triberg standen Ehrungen, Beförderungen, Anerkennungen und eine Neuaufnahme an.

Sebastian Mandic wurde aus den Reihen der Jugend offiziell in die Reihen der Feuerwehrleute aufgenommen.

Für 25 Jahre aktiven Dienst wurden Stefan und Martin Schätzle mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.

Seit 50 Jahren ist Ralf Mauscherning Mitglied. Für seine Arbeit als Jugendfeuerwehrwart erhielt Michael Hammel-Osterholzer die Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg. Der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Hans-Peter Feiß überbrachte Dieter Harter die Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg.

Befördert wurde Anna-Sophie Hinrichs zur Feuerwehrfrau und Roman Krebs zum Oberfeuerwehrmann, während Roland Wehrle für besondere Tätigkeiten ausgezeichnet wurde.