Triberg

Liberaler zieht Ausbildung dem Studium vor

von Hans-Jürgen Kommert

Triberg-Nußbach. Er ist aufgewachsen in Nußbach, ist 21 Jahre jung – und will für die Liberalen in den Kreistag: Felix W. Kuentz ist der jüngste Bewerber um einen Sitz im Kreistag im Wahlkreis IV und schon seit einigen Jahren Mitglied der FDP.

Im Jahr 2017 hat er an den Zinzendorfschulen in Königsfeld sein Abitur gemacht. Bereits im Jahr zuvor wurde er Mitglied der Freien Demokratischen Partei. Mittlerweile ist er sogar schon im dritten Jahr Beisitzer im Kreisvorstand.

"Grund für meinen Eintritt in die FDP war das Versagen der CDU in der Flüchtlingspolitik und damit verbunden das gleichzeitige Erstarken des populistischen Extremismus von links und rechts", äußerte sich Kuentz im Gespräch mit unserer Zeitung zu den Gründen für seine politische Arbeit. Wie hoch sein Engagement ist, zeigt sich auch daran, dass er bereits zweimal als Delegierter am Landesparteitag teilnahm.

In diesem Jahr wurde er zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Jungen Liberalen gewählt. Er gehört dabei zu den christlichen Liberalen. Für die Wahl zum Kreistag steht er auf Listenplatz 2 – er ist verhalten optimistisch, was die Aussichten betrifft, gewählt zu werden.

Bewusst hat er sich zunächst gegen ein Studium entschieden. Stattdessen absolviert  Kuentz bei der Stadt Triberg zunächst eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten – ein späteres Studium schließt er natürlich nicht aus.

Der Pianist, der das Klavierspiel von seinem Großvater erlernt hat, ist inzwischen bekannt dafür, dass er Probleme direkt anspricht und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Mit dieser Offenheit will er auch frischen Wind in den Kreistag bringen. Als junger Liberaler würde er sich dort gut machen, ist er sich sicher.

Ob er eines Tages auch in die "große Politik" gehen will, lässt der junge Nußbacher derzeit offen.