Sulz a. N.

Vorbilder "in Sachen Mut"

von Elke Huß

Sulz-Dürrenmettstetten. Der Posaunenchor Hopfau/Dürrenmettstetten eröffnete den ersten von drei Bibelabenden der Gesamtkirchengemeinde Hopfau-Dürrenmettstetten in den kirchlichen Räumen der Gemeindehalle.

Jugendreferent Jörg Gaiser aus Sulz stellte die These "Gott braucht junge Leute" auf den Prüfstand. Brauche Gott nicht auch reifere Menschen, fragte er die Besucher. Je älter man werde, umso mehr überlege man, etwas zu sagen. Junge Menschen seien spontaner, unbefangener. "Die jungen Menschen können den Älteren ein Vorbild in Sachen Mut sein", drückte Gaiser es aus.

"Im Glauben stehen", "Treue" und "Selbstbewusstsein" waren für die Besucher die wichtigsten Punkte aus einer Liste von Fähigkeiten, die ein junger Mensch brauche, um ein guter Mitarbeiter Gottes zu sein. "Beten Sie eine Woche für einen jungen Menschen, seien Sie mutig", gab der Jugendreferent den Besuchern mit auf den Weg.

Der "Abendfrieden" des Männergesangvereins Eintracht leitete den zweiten Abend mit Referent Geoffrey Schwegler, Diakon im Nahbereich Sulz/Horb und Experte in Sachen Pilgern, ein. In voller Montur kam dieser in den Raum gewandert und machte mit den Pilger-Insignien bekannt. Die Jakobsmuschel ist das Erkennungszeichen auf dem Jakobsweg, und auch der Wanderstab gehöre dazu. Es gebe viele Gründe zum Pilgern, das könne die "Suche nach Abenteuern" sein, "mal etwas anderes sehen" oder auch die persönliche Selbstfindung. "Für Menschen mit Burnout oder Depressionen kann das Pilgern sehr hilfreich sein", betonte der Diakon.

"Viel Köpf – viel Sinn" lautete das Thema des dritten Abends mit Mundartpfarrer Manfred Mergel aus Aach, vom Kirchenchor Hopfau/Dürrenmettstetten musikalisch eingestimmt. Wie langweilig wäre es, so der Mundartpfarrer, wenn alle Menschen gleich wären oder die gleiche Meinung hätten. "Wenn dagegen viele Menschen ihren eigenen Kopf durchsetzen wollen, wird es auch schwierig, sei es privat oder in der Firma", machte er deutlich. Im Alltag "menschele es wohl", trotzdem sei es wichtig, dass man gut miteinander auskomme.

Ein Streit müsse manchmal sein, doch es komme darauf an, "wia ma händlet". Wie schön wäre es, "wenn älle an oim Strang zieha dätet", wünschte sich Mergel in seiner Mundartpredigt. "Aber die Leit’" seien "grondverschieden". Schon Paulus habe gesagt: "Sei wer du bisch, du bisch was Besonderes ond koi Abziehbildle", brachte es Mergel auf den Punkt.