Sulz a. N.

Sulz gratuliert Stockhus zum 70. Geburtstag

von Bodo Schnekenburger

Vieles, was es nur auf den ersten Blick nicht gibt, manches, was auch der zweite nicht offenbart: Ab heute ist das Gemälde von Norbert Stockhus im Wasserschloss zu sehen – als eines der großen Stücke in der Ausstellung zum 70. Geburtstag des Künstlers.

Sulz-Glatt. Was heißt schon "große Stücke"? Sicher, auch das Rottweil-Bild – "Das hat mich vier Jahre meines Lebens gekostet", sagt Stockhus lachend – ist im Fürstensaal ebenfalls zu sehen und vieles darin zu entdecken. Eine Nummer kleiner, was das Format betrifft, und noch ein bisschen kleiner, was die Größe der Ortslange anlangt, ist der Blick auf Glatt. Doch nicht minder faszinierend.

Für die Schau hat Stockhus den Fokus auf die unterschiedlichen Aspekte seiner Malerei gesetzt. Auch Porträts finden Einzug in die Ausstellung. Bildhauerarbeiten sind gar nicht, Blätter aus seinem grafischen Werk nur in kleiner Auswahl zu sehen. Nebenbei: Natürlich darf da der Ort der Ausstellung, das Wasserschloss, nicht fehlen. Auch nicht auf dem Glatt-Porträt und auch nicht auf einem der ältesten ausgestellten Gemälde: 1980 in den kleinen Ort gezogen, macht Stockhus erste Zeichnungen vom damals heruntergekommenen Bau. Ein Gemälde von 1981 überspielt den Zustand, indem das Schloss noch nicht ausgearbeitet ist – eine Parallele zur Realität in künstlerischem Realismus. Das Blockwerk im Vordergrund zitiert den Schutthaufen, den der Künstler in seinem frisch bezogenen, alten Haus vorfand.