Sulz a. N.

Möbelwerk stellt alles auf den Prüfstand

von Marzell Steinmetz

Sulz - Das Möbelwerk Wössner im Sulzer Industriegebiet Kastell baut Arbeitsplätze ab. Davon betroffen sind 27 Mitarbeiter. Sie haben das Angebot erhalten, in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

Für die Firma Wössner sei im Herbst vergangenen Jahres ein Restrukturierungskonzept erarbeitet worden. Die wirtschaftliche Situation der vergangenen Jahre habe dies erforderlich gemacht, teilt Geschäftsführer Matthias Mezger-Boehringer dazu mit.

Zentraler Ansatz der Restrukturierung sei es, den Standort Sulz abzusichern. "Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket tun wir dies", so Mezger-Boehringer.

Im Zuge der notwendigen Veränderungen würden alle Stufen der Wertschöpfungskette auf den Prüfstand gestellt. Wichtige Punkte seien die Neuausrichtung und Modernisierung der Modellpolitik sowie die Kostensenkungsmaßnahmen.

Bestandteil der Kostensenkung sei, so Mezger-Boehringer, auch der Abbau von Arbeitsplätzen: "Wir haben einen Interessenausgleich und Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter zur Abmilderung wirtschaftlicher Nachteile abgeschlossen. Diese Mitarbeiter wechseln in eine Transfergesellschaft, was eine sinnvolle, arbeitsmarktpolitische Maßnahme darstellt und die Weiterbeschäftigung und Weiterqualifizierung der Mitarbeiter über die normale Kündigungszeit hinaus sicherstellt." Mezger-Boehringer ist sich sicher: "Mit den eingeleiteten Maßnahmen werden wir das Unternehmen wieder auf die Erfolgsspur bringen. Dies wird auch durch die erfolgreiche neue Modellpolitik und den damit verbundenen guten Auftragsbestand untermauert."

Das hofft auch Betriebsratsvorsitzender Kurt Pfister. Wie er erklärt, seien die Verhandlungen langwierig und nicht einfach gewesen. Man habe aber die Fakten zur Kenntnis nehmen müssen. Pfister versicherte, dass jeder Einzelfall kritisch betrachtet worden sei. Der Betriebsrat habe andererseits darauf geachtet, dass die Strukturen des Betriebs gesund blieben. "Da brauchen wir eine Belegschaft, die belastbar sein muss", so Pfister. Man müsse auch an die Belange des Unternehmens denken. Insgesamt beschäftigt die Firma Wössner derzeit noch rund 225 Mitarbeiter.