Sulz a. N.

Einfamilienhäuser sind in Sulz stark nachgefragt

von Marzell Steinmetz

S ulz. Die Zahl der Wohngebäude in Sulz hat permanent zugenommen. 3635 Häuser und 5656 Wohnungen waren es in Sulz den statistischen Erhebungen zufolge im Jahr 2017. In der neu herausgekommenen "Statistik Kommunal" des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg ist auch die Wohnfläche je Einwohner ermittelt worden. Waren es 1968 lediglich 25 Quadratmeter, so sind es mittlerweile 50. Auf je 100 Einwohner entfallen dabei 217 Wohnungen. Sulz unterscheidet sich hierbei nicht von den kreisweiten Zahlen. Landesweit belegt ein Einwohner eine durchschnittliche Wohnfläche von 46 Quadratmetern.

Der Bau von Einfamilienhäusern erreichte 2012 mit 93 Gebäuden einen Höchststand, sank dann bis 2016 auf 67. 2017 sind 90 Einfamilienhäuser errichtet worden. Dem stehen gerade mal fünf Mehrfamilienhäuser gegenüber. 2013/14 sind jeweils 16 Mehrfamilienhäuser fertiggestellt worden.

45 000 Übernachtungen

Der Tourismus hat für Sulz eine gewisse Bedeutung. Die Zahl von 50 000 Übernachtungen konnte zuletzt allerdings nicht mehr erreicht werden. 45 000 waren es bei zwölf Beherbergungsstätten ab neun Betten im Jahr 2018. Davon waren es 3800 Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland.

Schlafgelegenheiten gab es insgesamt 358. Ausgelastet waren die Betten zu 32 Prozent. Damit ist Sulz besser als der Landkreis mit 27 Prozent, aber schlechter im Vergleich zum Land (40 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sind in Sulz, kreis- und landesweit jeweils 2,4 Tage.

Bei den Gemeindefinanzen hatte Sulz 2005 mit 765 Euro Schulden pro Einwohner einen Tiefstand erreicht. Nach der Wirtschaftskrise 2008/09, in der die Stadt zudem viel investierte, kletterte die Pro-Kopf-Verschuldung auf 1096 Euro im Jahr 2015, um dann in den folgenden zwei Jahren leicht zu sinken. Im Kreisvergleich schneidet Sulz schlecht ab: Bei den Kommunen im Landkreis Rottweil liegt die durchschnittliche Verschuldung je Einwohner bei 870 Euro, im Land bei 1021 Euro.