Sulz a. N.

Cool und locker bleiben in Konflikten

von Marzell Steinmetz

"Warum ist das Bild von der letzten Party im Internet?" Das war nur eine von vielen Fragen, die das Team von Stadtjugendpflegerin Gertrud Teller am Donnerstag in der Stadthalle "cool und locker" beantwortete.

Sulz. "Cool und locker in Konflikten", abgekürzt Clik – darum ging es bei der Mitmach-Ausstellung, die die Stadtjugendpflege Oberndorf zur Verfügung gestellt hatte. Mehr als 50 Jugendliche der Werkrealschule Sulz, Vöhringen und Empfingen nahmen an der Aktion teil. Sie umfasste Workshops zu den Themen Nikotin, Alkohol, Medienkonsum, Mobbing, Fairplay, Teamwork und Drogen.

Gertrud Teller, die die Gruppe Alkohol leitete, verteilte an die Schüler Kärtchen. Darauf sollten sie notieren, welche Getränke Alkohol enthalten. Nicht besonders schwer, aber nicht jeder wusste, dass in manchen Spirituosen bis zu 90 Prozent Alkohol enthalten sind. Klosterfraumelissengeist ist ein hochprozentiges Getränk: "Es schmeckt grausig", verriet Gertrud Teller, könne aber in sehr geringen Mengen noch als Medizin gelten.

Keineswegs harmlos ist das gemeinsame Shisha-Rauchen mit der Wasserpfeife, erklärte Josef Bronner von der Polizei. In solchen Gruppen fühle man sich genauso wohl wie in Haschisch-Cliquen. Dann ist es nicht mehr weit, von Zigaretten oder sogar Drogen abhängig zu werden. Weil das Mundstück nicht ausgetauscht werde, bestehe auch die Gefahr, dass Krankheiten übertragen würden.

Wie sich Nikotin auf die Lunge auswirkt, veranschaulichte Maria Vitale den Schülern. Nicht gerade appetitlich. Ob hinterher noch jemand Lust auf eine Zigarette hatte? Paffen oder Lungenzüge: Beides sei gefährlich für die Lunge. Neben der Gesundheitsgefährdung kostet Rauchen auch viel Geld, machte sie deutlich.

Ines Hütter, Schulsozialarbeiterin in Sulz, hatte das Thema Teamwork übernommen. Die Teilnehmer mussten einen hölzernen Turm bauen, und das gelang nur durch Zusammenarbeit.

Die Mitmach-Ausstellung will Jugendlichen Lösungsstrategien an die Hand geben, wenn sie in Konfliktsituationen kommen.

Nachmittags gastierte das Theater "Wilde Bühne" in der Stadthalle. Die Schauspieler unterbrachen immer wieder die Handlung, um die Zuschauer zu fragen, wie sie in bestimmten Situationen entscheiden würden. Da konnten sie dann zeigen, was sie vormittags in den Workshops gelernt hatten.