Sulz a. N.

Bergfelder Streuobstfreunde gründen Verein

von Jürgen Huber

Das Organisationsteam der Streuobstinitiative Bergfelden hatte ihre Mitglieder und Interessierten auf den Donnerstagabend in den Gasthof zur Grünen Au zur Gründungsversammlung eingeladen.

Sulz-Bergfelden. Im Vorfeld hatten die Verantwortlichen eine Satzung ausgearbeitet und diese wegen der Anerkennung als gemeinnütziger Verein mit dem Finanzamt abgestimmt. Bernhard Forstner eröffnete die Versammlung und stellte die Aktivitäten der Streuobstfreunde in den vergangenen Jahren vor.

Seit 2014 pflegt die Initiative ehrenamtlich die kommunalen Obstbäume. Über einen Bonde-Pflegevertrag für 125 Bäume finanzierte sich die Initiative in der Vergangenheit. Ein Streuobstkataster, in dem 550 kommunale Bäume kartiert sind, wurde angelegt. Zum Organisationsteam gehören elf ausgebildete Baumfachwarte und zwei Streuobstpädagogen. An mehr als 300 Bäumen wurden mehr als 1000 Schnittmaßnahmen durchgeführt und 80 Bäume gepflanzt. Zur Vermittlung der Ziele der Interessengemeinschaft an die Schüler besteht eine Kooperation mit der Grundschule Bergfelden. Zusammen mit dem Heideverein wurde 2018 ein Leader-Antrag zum Bau eines Geräteschuppens gestellt.

Ortsvorsteher Martin Sackmann erinnerte an den kreisweiten Streuobsttag 2015, an dem auch der Landrat anwesend war. Wie wichtig es ist, eine rechtlich eigenständige Organisation zu sein, zeigten die Erfahrungen zu den Vorbereitungen des Leader-Antrags. Um künftig selber Anträge zu Förderprogrammen stellen zu können, sei es nötig, ein eigenständiger Verein zu sein, so Martin Sackmann. Die Gründungsversammlung sei einer der letzten Schritte auf dem Weg dahin. Dank der guten Vorbereitung der Satzung sehe er keine Schwierigkeiten bei der Eintragung ins Vereinsregister.

Frank Eberhardt stellte die ausgearbeitete Satzung vor, die sich an die Vorgaben des Landesverbands für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) anlehnt. Die Satzung regelt unter anderem, dass der Beirat zur Hälfte zu Beginn der Vereinsaktivität für ein Jahr, die andere Hälfte auf zwei Jahre gewählt wird. So soll Kontinuität in der Vereinsführung sichergestellt werden. Vier Vorsitzende, darunter ein Kassierer und bis zu zehn Beisitzer, gehören dem Beirat an.

Nach der Vorstellung der Satzung trugen sich 27 Anwesende in die Mitgliederliste ein. Diese beschlossen anschließend einstimmig die vorgestellte Satzung.

Im Vorfeld der Versammlung hatte das Organisationsteam der Initiative eine Vorschlagsliste für den Beirat erstellt. Als Wahlleiter fungierte Ortsvorsteher Martin Sackmann. Alle vorgeschlagenen Funktionsträger wurden von der Versammlung einstimmig bestätigt. Danach legte die Versammlung den Mitgliedsbeitrag fest. Dem Vorschlag, für einen Einzelbeitrag zwölf und für den Familienbeitrag 18 Euro pro Jahr zu erheben, stimmten die Versammlungsteilnehmer einhellig zu. Ernst Schmid bedankte sich bei Lothar Ellinger für die von ihm im Vorfeld der Vereinsgründung geleistete Arbeit mit einem Präsent. Zum Abschluss der Gründungsversammlung blickten die Anwesenden mit einem Bilder-Vortrag auf die vergangenen Jahre zurück.

Der gewählte Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzende für ein Jahr: Alexandra Rau und Frank Eberhardt. Vorsitzende für zwei Jahre: Lothar Ellinger und Bernhard Forstner (Kassierer). Beisitzer für ein Jahr: Richard Scherer, Wolfgang Steinmaier, Christopher Merk und Jonas Schiebel. Beisitzer für zwei Jahre: Ernst Schmid, Rainer Mack, Rüdiger Leopold und Robin Moisset. Kassenprüfer für zwei Jahre: Siegfried König und Martin Sackmann.