Stetten am kalten Markt

Auf sein Wort kann man sich verlassen

von Susanne Grimm

Bei einem Festakt hat die Präsidentin des Amtes für Infrastruktur, Umwelt und Dienstleistungen der Bundeswehr, Ulrike Hauröder-Strüning, Regierungsrat Andreas Lenz offiziell in das Amt des Leiters des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums (BwDLZ) eingeführt.

Stetten am kalten Markt. Vor zahlreichen geladenen Gästen bekam der bisherige stellvertretende Amtsleiter des BwDLZ, Andreas Lenz, den Schlüssel in Form eines Hefezopfes. Bürgermeister Maik Lehn brachte in seinem Grußwort seine Freude über die Ernennung zum Ausdruck. Lenz verkörpere in besonderer Weise die Verflechtungen der zivilen Gemeinde mit der Garnison nicht nur mit Blick auf die gemeinsame Nutzung der Kläranlage Kohltal und des Hallenbads in Stetten. Er sei auch durch seine mehr als 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in Stettens größtem Verein, dem TSV, mit der Heuberggemeinde fest verwachsen.

Auf diese enge Verbundenheit ging auch die Präsidentin ein, die dem neuen Amtsleiter durch seine bisherigen Tätigkeiten und umfangreichen Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Bundeswehr beste Voraussetzungen für diese Aufgabe bescheinigte. Das BwDLZ Stetten am kalten Markt habe mehr als 670 Beschäftigte in einer zivil-militärisch gemischten Dienststelle, betonte die Präsidentin. Diese pflegten partnerschaftliche Beziehungen zu einer Vielzahl von militärischen und zivilen Dienststellen sowie zu vielen Firmen vor Ort. "Und ich darf Ihnen sagen: Die Zusammenarbeit funktioniert vorbildlich!" Dabei stehe der gemeinsame Auftrag als Dienstleister der Bundeswehr immer im Mittelpunkt.

Hauröder-Strüning umschrieb die Aufgabe des BwDLZ, das für die optimale Betreuung der militärischen und zivilen Angehörigen der Bundeswehr am Standort zu sorgen habe: "Dieser ›Service aus einer Hand‹ wird durch das BwDLZ hervorragend umgesetzt."

Andreas Lenz markierte in seiner Antrittsrede Zeichen, indem er auf kommunikativen Führungsstil einerseits und anderseits auf Leistungsorientiertheit setzte. Seine Praxis "der offenen Tür", die sich in allen seinen Verwendungen bewährt habe, wolle er fortsetzten, denn eine gute Dienststelle sei in seinen Augen eine, in der die Mitarbeiter gerne "Dienstleistungen erbringen". Seine momentane Gefühlslage beschrieb er mit "Stolz, Dankbarkeit und Demut". Er sei stolz auf die Möglichkeit, als Kapitän das gut geführte Schiff Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Stetten am kalten Markt weiter auf klarem Kurs zu halten, und dankbar für die nicht selbstverständliche Tatsache eines "völlig unaufgeregten und harmonisch gestalteten Übergangs" seit der Verabschiedung des Vorgängers im Oktober.

Dankbar auch für die tagtäglich erfahrene Loyalität der beiden Bereichsleiter, Gernot Weber und Werner Ittermann, und die Loyalität der Mitarbeiter. "Alle zusammen machen das Herz unserer Dienststelle aus", so Lenz.

Demut erwachse durch den Respekt vor der Größe der zu bewältigenden Aufgabenfülle. "Sie sorgt dafür, dass man gezwungen ist, sich jeden Tag selbst zu hinterfragen."

Oberst Carsten Drümmer bescheinigte dem neuen Amtsleiter, alle Facetten seines Aufgabenbereichs bestens zu kennen. Die Gleichstellungsbeauftragte des BwDLZ, Marlies Dorroch, attestierte ihm große soziale Kompetenz und wertete seine Art als "wohltuend, wertschätzend und hilfsbereit". Auch der stellvertretende Personalratsvorsitzende Stefan Müller-Langenberger beschrieb Lenz als konstruktiven und wertkonservativen Menschen, "auf dessen Wort man sich immer verlassen kann".

(sgr). Zum Aufgabenbereich des Dienstleistungszentrums der Bundeswehr gehört unter anderem die Verwaltung, der wirtschaftliche Betrieb der bundeseigenen Immobilien und Liegenschaften sowie die Betreuung und Versorgung der Soldaten und zivilen Mitarbeiter im Südwesten Baden-Württembergs. Dazu gehören die Standorte Pfullendorf, Donaueschingen und Müllheim. Die Garnison Stetten ist derzeit der größte Militärstandort in Süddeutschland mit rund 3000 Dienstposten. Zum Standort Stetten gehören die Albkaserne, die Truppenunterkunft "Heuberg", das "Lager übende Truppe", der Standortübungsplatz, zwei Schießanlagen, das Hallenbad, das Soldatenfreizeitheim, die Kläranlage Kohltal und das Wasserwerk in Thiergarten.