Sternschnuppen in der Nacht zum Montag

Sind die Geminiden in Stuttgart zu sehen?

von kap/dpa

Darmstadt - Winterliches Naturschauspiel: Ein besonders starker Sternschnuppen-Strom, die Geminiden, erreicht seinen Höhepunkt. In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember können in Deutschland und Europa zwar Wolken die Sicht stören. Chancen, das Spektakel am Advent-Himmel mit bloßem Auge zu bestaunen, dürfte es aber trotzdem geben.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist die Sicht noch am besten vor allem im Süden von Baden-Württemberg und in Teilen Bayerns. "Aber auch die Stuttgarter können sich berechtigte Hoffnungen auf eine - zumindest zum Teil - freie Sicht auf den Nachthimmel machen", sagt Meteorologe Christian Kronfeldner vom Deutschen Wetterdienst. Die Wolkendecke über der Landeshauptstadt sei allerdings alles andere als dicht - und wie es in Stuttgart eben so ist: "Wenn Sie die Chance zum Sternschnuppen schauen erhöhen wollen, verlassen Sie am besten den Talkessel", rät Kronfeldner.

Den Geminiden folgt um die Weihnachtsfeiertage der Ursidenstrom

Am Montagabend (14.12.) könnte es dann etwa in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie in Teilen Niedersachsens und Nordhessens „ein paar freie Lücken geben“, sagte die Meteorologin Anna Wieczorek am Freitag.

Bei den Geminiden können stündlich bis zu 120 Meteore über den Himmel huschen. Laut Sirko Molau von der Vereinigung der Sternfreunde, die ihren Sitz im südhessischen Heppenheim hat, müssen aber Abstriche gemacht werden. Da der Radiant oder Ausströmungspunkt der Sternschnuppen nicht im Zenit stehe, seien in Europa eher nur etwa 50 Meteore zu sehen. Dafür störe das Licht des Mondes nicht, sagte Molau. Der Erdtrabant sei dann nur eine kleine Sichel.

Den Geminiden folgt um die Weihnachtsfeiertage der Ursidenstrom. Sein Maximum wird in der Nacht zum 23. Dezember gegen Mitternacht erwartet. Er ist allerdings mit nur bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde deutlich schwächer. Zudem stört dann das Licht des Mondes.