Steinach

Offenes Ohr für Steinacher Anliegen

von Schwarzwälder Bote

Steinach (red/wa) - Der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß hat seinen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Nicolai Bischler absolviert. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Verkehrssituation, die Flüchtlingsunterbringung und der Wohnungsmarkt der Gemeinde.

Vor allem die Verkehrsbelastung im Ort macht den Steinachern zu schaffen. Bürgermeister Bischler hofft, dass der Ausbau der B 33 bald für Entlastung sorgt. Das erklärte Ziel sei es, den Durchgangsverkehr auf diese Straße zu verlagern. Der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß (CDU) sicherte zu, die Gemeinde bei ihren Vorstellungen zur Straßenplanung zu unterstützen. Er habe stets ein offenes Ohr für die Belange der Einwohner Stein­achs.

Gute Nachrichten gab es zum Thema L 103 in Welschensteinach: Die Sanierungsarbeiten sollen im Juni starten. "Die Sanierung ist dringend nötig. Ich freue mich, dass das Land dies nun in Angriff nimmt", so Weiß.

Weitere wichtige Themen waren die Flüchtlingsunterbringung und die Wohnraumsituation. Dazu machten die beiden Gesprächspartner ei­nen Rundgang durch die Gemeinde und besichtigten das ehemalige Gasthaus Alte Bauernschänke. Dort sind aktuell rund 30 Flüchtlinge untergebracht.

"Zeiten, wie sie zuletzt in ei­ nem Artikel der Süddeutschen Zeitung geschildert wurden, sind vorbei", berichtete Bischler. Mittlerweile habe sich längst ein nachbarschaftliches Miteinander eingestellt. Ein Arbeitskreis von mehr als einem Dutzend Personen betreue die Flüchtlinge.

Am runden Tisch der Mitglieder des Arbeitskreises und der Flüchtlinge nutzte Weiß die Gelegenheit, um mehr über die Fluchtgründe und den Alltag der Flüchtlinge zu erfahren. Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass die Integration in Steinach gut gelingt. "Fast alle Bewohner der Unterkunft sind in ihrem Alltag schulisch oder beruflich eingebunden", erklärte Stefanie Brüschke vom Caritasverband.

Am Ende lobte CDU-Politiker Weiß das "vorbildliche Engagement" der Helfer vor Ort, bevor er mit Bürgermeister Bischler zum provisorischen Rathaus zurückkehrte. Auf dem Weg dorthin konnte er sich ein Bild vom Stand der Sanierung des alten Rathauses machen. Die Arbeiten sollen in einem Jahr abgeschlossen sein.