Steinach

Bei der Rathaussanierung werden einige Gewerke deutlich günstiger

von Lisa Kleinberger

Steinach. Der Steinacher Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend sowohl weitere Gewerke bei der Rathaussanierung als auch die Straßenbauarbeiten im Rahmen des Straßensanierungsprogramms vergeben. Die Beschlüsse fielen einstimmig. Rathaussanierung: "Das Rathaus macht inzwischen richtig was her", befand Bürgermeister Nicolai Bischler zufrieden eingangs seines Sachvortrags. Vier Gewerke standen diesmal zur Vergabe an. Die Außenanlagen wird die Firma Eble Baugeschäft, Haslach, ausführen. Deren Angebotssumme von rund 106 200 Euro liegt deutlich unter der Kostenschätzung (143 990 Euro). Etwas über dem eingeplanten Budget von 39 000 Euro liegen die Schreinerarbeiten für die Innentüren. Günstigster Bieter ist die Firma Wolfgang Räpple aus Gengenbach, deren Angebot bei rund 45 600 Euro liegt. Für die Sanitärtrennwände gab lediglich das Zeller Unternehmen Alender ein Angebot ab (rund 12 400 Euro), das laut Verwaltung "zum Budget der Kostenprognose passt". Die Bauendreinigung führt das Friesenheimer Unternehmen Langlotz aus. Ein Angebot konnte nicht gewertet werden, weil es nicht in der geforderten Form – ausgefülltes und unterzeichnetes Leistungsverzeichnis – eingereicht wurde. Veranschlagt wurde für das Gewerk ein Budget in Höhe von 15 470 Euro, die Angebotssumme beläuft sich auf rund 5800 Euro.

Damit belaufen sich die Einsparungen bei diesen Gewerken gegenüber den jeweiligen Budgetierungen auf fast 41 000 Euro. Im Gremium kam die Frage auf, warum die Angebote teilweise weit unter den geschätzten Kosten liegen. "Wir mussten so viele Steigerungen rechtfertigen, da ist diese Entwicklung doch positiv", meinte Architekt Thomas Kopf. Inhaltlich habe sich zwischen Ausschreibung und den Angeboten jedenfalls nichts geändert. Straßensanierung: Nachdem der Steinacher Gemeinderat beschlossen hatte, im Rahmen des Straßensanierungsprogramms dieses Jahr den Bereich Langbrunnen in Angriff zu nehmen (wir haben berichtet), stand jetzt die Auftragsvergabe an. Von drei abgegebenen Angeboten war das der Biberacher Firma Knäble das günstigste: Fast 94 000 Euro soll die Sanierung des Langbrunnens kosten. Im Haushaltsplan der Gemeinde sind 140 000 Euro einschließlich der Ingenieurleistungen und Zusatzarbeiten durch den Bauhof vorgesehen.

Josef Spitz (CDU) berichtete von einer Beobachtung, die er bei einer bereits sanierten Straße gemacht hatte. Diese habe sich verfärbt. Er äußerte seine Bedenken, dass so etwas auch im Langbrunnen passieren könne. Allerdings war bei der fraglichen Straße nicht die Firma Knäble am Werk. Trotzdem soll sie darauf hingewiesen werden.

  Mitfahrbänke: Gemeinderat Alexander Kern (CDU) fragte an, wie der Stand in Sachen Mitfahrbänke sei. Bürgermeister Bischler meinte, dass die Raumschaftsgemeinden ein Konzept "aus einem Guss" anstreben, damit Mitfahrer nicht irgendwo auf der Strecke bleiben. Gleichzeitig solle das Angebot natürlich keine Konkurrenz zum bestehenden Nahverkehr darstellen. "Besonders wichtig ist bei uns die Achse Steinach-Welschensteinach", sagte Bischler. "Wir wollen den Fokus darauf setzen."