Steinach

B 33-Abfahrt sorgt für viele Diskussionen

von Schwarzwälder Bote

Steinach (lmk). Wer in Steinach über die Verkehrssituation in Sachen B 33 spricht, sticht in ein Wespennest. Hatte zunächst ein Antrag der CDU-Fraktion zur Abfahrt von der Bundesstraße ins Interkom auf der Tagesordnung gestanden, ging es in der Sitzung am Montagabend gleich mehrfach um die B 33, den Verkehr und das Gewerbegebiet.

Die Anmerkung eines Bürgers, in der Kolping­straße würde das Templolimit von 30 Stundenkilometern nicht eingehalten (wir berichteten) trat eine kleine Diskussion über die Verkehrssituation rund ums Gewerbegebiet Interkom los.

Weiterführende Gespräche müssen noch terminiert werden

Bürgermeister Nicolai Bischler hielt sich vage: Das Thema der Abfahrt von der B 33 werde derzeit im Bürgermeistersprengel besprochen, dafür müssten aber noch Faktoren geklärt werden. Gleichzeitig werde eine mögliche Variante für eine Zufahrt auf die B 33 geplant. "Wir sind in der Terminierung für entsprechende Gespräche", sagte Bischler.

Der Antrag der CDU-Fraktion zur Abfahrt sorgte für Kopfschütteln im übrigen Gremium. Die CDU forderte Bischler in einem schriftlich eingereichten Antrag dazu auf, das Projekt "B 33-Abfahrt zu forcieren". Xaver Rocken­stein (FWV) sagte, er sei über diesen Antrag mindestens "verwundert". Noch am 10. September des vergangenen Jahres habe das Gremium genau das entschieden, bislang aber nichts mehr in der Sache gehört. Eine Antwort auf die Frage, was dieser Vorstoß sollte, blieb offen.

Eine Antwort gab es aber auf die Frage, warum das Gremium bisher nicht informiert wurde: Laut Bischler gibt es momentan schlicht nichts Konkretes zu berichten. Es gebe Verhandlungen unter den Bürgermeistern. Bernd Schwendemann (FWV) wollte wissen, wie der derzeitige Stand ist. Bischler wiederholte, er werde etwas dazu sagen, sobald die Ergebenisse konkreter seien. "Es ist noch zu früh."

Hans-Jörg Gstädtner (CDU) erklärte die Hintergründe des Antrags. Die gesamte Franktion habe eigentlich nicht verstanden, worum es bei der Besprechung in der nichtöffentlichen Sitzung, auf die Rockenstein sich bezogen hatte, ging. "Wir haben den Antrag gestellt, damit der Bürgermeister mal klar und deutlich sagt, was überhaupt ist." Dass dies nun wieder nicht erfolgte, frustrierte Gstädtner: "Es heißt immer, es werden Gespräche geführt, aber wir erfahren nichts Konkretes!" "Weil es nichts Konkretes gibt", entgegnete Bischler. Erich Maier (CDU) ergänzte: "Wir haben den Antrag auch gestellt, um Bewegung in die Sache zu bringen."

Forderung: Interkom verkehrstechnisch von der Gemeinde abkoppeln

Gregor Uhl (FW) griff auf die Verkehrsdiskussion zu Beginn der Gemeinderatssitzung zurück. Eine Abfahrt, die direkt zum Interkom führe, generiere wieder mehr Verkehr und andere, die Bürger belastende Verkehrsströme, war er sich sicher. Die Gemeinde müsse darüber nachdenken, die Unterführung in der Kolpingstraße für Autos und Lastwagen zu sperren. "Das Industriegebiet muss verkehrstechnisch von der Gemeinde abgekoppelt werden", forderte er.

Strom: Bürgermeister Nicolai Bischler gab zudem im Rahmen der Gemeinderatssitzung bekannt, dass Firmen aus den Gewerbegebieten Interkom und Bildstöckle sich wegen massiver Stromschwankungen an ihn gewendet hätten. Eine direkte Leitung will der Anbieter aber wegen hoher Kosten nicht bauen.

Internet: Auch sei die Internetverbindung sehr langsam, was die Firmen vor Probleme stellt. Sie wünschen sich eine Glasfaser-Leitung, die "Breitband Ortenau" kann aber noch nichts zu den Kosten sagen.

Hinweistafeln: Die Firmen wünschen sich an den Zufahren zu Interkom und Bildstöckle Hinweis- und Orientierungstafeln. Diese sollen zeigen, welche Firma wo zu finden ist. Über eine Installation wird beraten.