St. Georgen

Heißer Sommer fordert Wasserversorger

von Nadine Klossek

St. Georgen. Da die Stadt St. Georgen seit 2014 Gesellschaft der interkommunalen Aquavilla GmbH ist, wird in regelmäßigen Abständen dem Gemeinderat über die Arbeit des Wasserversorgungsunternehmens berichtet. In der jüngsten Sitzung sprach Martin Dold, Aquavilla-Geschäftsführer, daher über die Aufgaben und Herausforderungen.

Anlagen sind in gutem Zustand, müssen aber gepflegt werden

Das Unternehmen betreut alle technischen Anlagen und das gesamte Versorgungsnetz inklusive der Teilorte der Stadt bereits seit Januar 2013. Das Aufgabengebiet reicht dabei unter anderem von der technischen Betriebsverantwortung über Wartungsleistungen bis hin zum jährlichen Turnuswechsel der Wasseruhren.

Umgesetzt wurden im vergangenen Jahr diverse Sanierungsmaßnahmen: In der Schönblick-, Goethe- und Mozartstraße sowie Im Beifang wurden beispielsweise Wasserhauptleitungen erneuert. Darüber hinaus wurden Erschließungsmaßnahmen im Gebiet "Am Musikhäusle" durchgeführt und eine Löschwasserleitung entlang der Bundesstraße verlängert.

Dold betonte, wie wichtig Erneuerungen seien. "Erneuerungen heißen: weniger Rohrbrüche, weniger Straßenlöcher", so der Geschäftsführer. Je weniger gemacht werde, desto größer seien schlussendlich die Probleme. "Die Wahrscheinlichkeitsrechnung zeigt auf, dass Jahr für Jahr einige Sanierungsarbeiten erforderlich sind, damit das Wasserversorgungsnetz in Zukunft noch beherrschbar ist", heißt es in Dolds Bericht. Zwar sei die Wasserversorgungsanlage durch frühere Investitionen in einem "ausgezeichneten Zustand" – doch den wolle man auch halten.

Anzustreben sei in St. Georgen ein Wasserverlust von etwa zehn Prozent, derzeit liege er bei 20 Prozent – was im Vergleich zu anderen Kommunen wiederum im Mittelfeld einzuordnen sei. "Das ist landauf, landab unterschiedlich", meinte Dold.

Auch die Wasserversorgung und Quellschüttung gelte es, im Auge zu behalten. "Wir haben hier ein kontinuierliches Gefälle, sprich einen Rückgang am Wasserdargebot", schloss er. Denn während der schöne Sommer für Schwimmbadgänger ein Segen ist, stellt er die Wasserversorger vor große Herausforderungen. Allen voran Eigenwasserversorger bekamen 2018 Probleme.

Besagter Umstand ist auch ein Grund dafür, dass eine Strukturplanung auf den Weg gebracht werden soll. Sie soll auch in Zukunft die Wasserversorgung in St. Georgen und den Stadtteilen sicherstellen. Der Gemeinderat folgte der Beschlussvorlage einstimmig, wonach mindestens drei Angebote von entsprechenden Fachberatern eingeholt werden sollen.