St. Georgen

Großes Engagement für guten Zweck

von Nadine Klossek und Merlin Hilbertz

Die 72-Stunden-Aktion begann am Donnerstagabend. Auf dem Marktplatz wurden die bislang geheimen Aufgaben verkündet. Und auch einige Kilometer entfernt, in Brigach, fiel für die Landjugend der Startschuss – mit einem entscheidenden Unterschied.

St. Georgen. Seit einigen Tagen hängt an der Fassade der Robert-Gerwig-Schule bereits ein Banner mit der Aufschrift "Wir sind dabei". Gemeint ist die 72-Stunden-Aktion, eine Sozialaktion des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ). Bei dieser bekommen die einzelnen Gruppen Aufgaben in versiegelten Umschlägen, die sie am Donnerstag, um 17.07 Uhr öffnen durften.

Bei der diesjährigen Aktion dreht sich für die Katholische junge Gemeinde (KJG), Schüler der Robert-Gerwig-Schule und die "Bergstadtfetzer" alles um das Ökumenische Zentrum. Dieses soll wieder auf Hochglanz gebracht werden.

Bis Sonntag, um 17.07 Uhr haben die Beteiligten nun Zeit, sich um folgende Aufgaben zu kümmern: Zum einen soll die Terrasse wieder auf Vordermann gebracht werden. Die Platten sollen entfernt und gesäubert werden sowie der Unterbau neu errichtet werden. Als zweite Aufgabe soll der Raum im Keller renoviert werden. Besonderes Augenmerk liegt hier auf den Wänden, welche ausgebessert und neu gestrichen werden sollen.

Als dritte Aufgabe soll der Treppenabgang zu den Toiletten kreativ gestaltet und ausgebessert werden. Die vierte Aufgabe besteht darin, sich in Form eines "Erinnerungssymbol" zu verewigen. Zum Abschluss steht außerdem die Gestaltung eines Festes an.

Gruppenleiter Piotr Lachendro kann sich dem Engagement seiner Gruppe sicher sein – voller Tatendrang machen sich die Teilnehmer nach Verkündung der Aufgaben in Richtung Ökumenisches Zentrum auf. Pastoralreferent Benedikt Müller sagt, dass sich die Trägergemeinden des Ökumenischen Zentrums bereits darum gekümmert haben, "etwas Material zu besorgen", damit die Kinder und Jugendlichen sofort mit der Arbeit beginnen können.

Auch die Landjugend Brigach beteiligt sich indirekt an der 72-Stunden-Aktion. Zwei Stunden weniger, doch genau so viel Engagement: In Anlehnung an das Drei-Tages-Projekt findet dort anlässlich der Gründung des Bundes Deutscher Landjugend vor 70 Jahren eine 70-Stunden-Aktion statt. Die Aufgabe für die Brigacher: der Bau eines Verkaufsstandes für das Stadtfest. Um das Ziel zu erreichen, bis Sonntag einen fertigen Stand zu präsentieren, wird die kommenden Tage also gewerkelt, was das Zeug hält. An der Halle des Ortsvorstehers von Brigach wird gemeinsam gearbeitet.