St. Georgen/Königsfeld

SWR dreht für Heimat-Fernsehsendung

von Stephan Hübner

St. Georgen/Königsfeld - Ein Fernsehteam des SWR tourt derzeit durch die Region, dreht unter anderem in St. Georgen und Königsfeld. Der Schwarzwälder Bote hat einen Blick hinter die Kulissen geworfen.

Mitarbeiter des SWR sind derzeit rund um die Bergstadt und Königsfeld unterwegs, um Aufnahmen für die Fernsehsendung "Expedition in die Heimat" zu machen. Dabei sammelt das Team höchst unterschiedliche Erfahrungen.

Die Ankunft erfolgte standesgemäß per Zug. Der hielt in St. Georgen am höchsten Punkt der Schwarzwaldbahn. Als Reisebegleiter fungierte in der Bergstadt Yogalehrer Tobias Fritzsche. Er führte die Besucher zum Beispiel in den Hirzwald. Für Entspannung sorgten dort nicht nur Yogaübungen, sondern auch Barfußgehen auf einem Moosteppich. Das war für Moderatorin Annette Krause "ein einmaliges Erlebnis". Fritzsche selbst war von dem Besuch des Fernsehteams begeistert. Es sei megacool und mache "superviel Spaß".

Eine weitere Station war die Brigachquelle. Das sei ganz passend, so Fritzsche, denn an Quellen beginne das Leben. Wie eine kleine Zeitreise war für die Crew der Ausflug zur Kobisenmühle. Till Münnich vom Verein für Heimatgeschichte ließ das rustikale Mahlwerk laufen, sodass die Gäste die Herstellung von Mehl auf althergebrachte Weise miterleben konnten.

Erfahrungen ganz anderer Art machte das Team im Deutschen Phonomuseum oder bei der Sammlung Grässlin. "Landmädchen"-Bloggerin Christin Lehmann hatte Wissenswertes über heimische Kräuter parat. Und mit Bettina Sättele, der Biberbeauftragten des Regierungspräsidiums Freiburg, ging es an den Klosterweiher.

Etwas für den Gaumen bot indes der Besuch in der Schwarzwälder Genusswerkstatt. Eine weitere Station war der Triberger Galgenberg.

Jedes Jahr eine eigene Schwarzwaldsendung

Ebenfalls eine Begegnung mit der Vergangenheit bot der Besuch in Königsfeld. Knut Schröter vom Historischen Verein berichtete im Albert-Schweitzer-Haus vom Leben der Familie des Urwalddoktors. Einen Gegensatz dazu bildete der Besuch der Zinzendorfschulen, wo sich Krause mit Schülern beim Kunstunterricht austauschte.

Wie Redakteur Jochen Schmid erklärt, war dies nicht der erste Besuch des SWR im Schwarzwald. Auch in Triberg, Schramberg, Hornberg oder Furtwangen machte das Team in der Vergangenheit schon Station. Man versuche, jedes Jahr eine eigene Schwarzwaldsendung zu drehen.

Mehrere Anläufe, bis alle zufrieden sind

In einer der 45 Minuten langen Sendungen kämen in der Regel acht bis zehn Beiträge mit Längen zwischen vier und sechs Minuten vor. Die Vorbereitungen dafür dauern aber ungleich länger, denn zur Recherche kommt nicht nur die Anfahrt, sondern auch die Besprechung vor Ort bezüglich des Drehverlaufs. Oft müssen Szenen mehrmals gedreht werden, bis alle Beteiligten damit zufrieden sind. So kann es manchmal einen halben Tag dauern, bis das Material für einen Beitrag im Kasten ist.

Trotzdem hat das Team auch Zeit, die Eindrücke zu reflektieren. Schmid lobt die netten Gespräche mit Fritzsche, und Krause freut sich, den Schwarzwald "mit allen Sinnen" und "von seiner schönsten Seite" erleben zu können. Die Gegend sei immer für eine Überraschung gut, so ihr Resümee.

Weitere Informationen: Gezeigt werden die Aufnahmen im SWR Fernsehen am Freitag, 3. August, von 20.15 Uhr bis 21 Uhr. Die Sendung trägt den Titel "Expedition in die Heimat – Im Herzen des Schwarzwalds".